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      AIM/AVM-CH - Postgradualer Weiterbildungsgang in kognitiver Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und weiteren empirisch begründbaren Methoden AIM/AVM-CH
 

Fachpsychologe/Fachpsychologin
für Psychotherapie FSP

Programmtitel

Postgradualer Weiterbildungsgang in kognitiver Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und weiteren empirisch begründbaren Methoden AIM/AVM-CH

Ziel

Erwerb der Fachkompetenz, um als Fachpsychologin/Fachpsychologe eigenverantwortlich Psychotherapien durchführen zu können.
Die Weiterbildung vermittelt theoretische und praktische Kompetenzen in kognitiver Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und weiteren empirisch begründbaren psychotherapeutischen Methoden für zahlreiche nosologische Gruppen. Sie befähigt, unter verschiedenen Rahmenbedingungen eigenverantwortlich entsprechende Behandlungen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

AdressatInnen

Psychologen und Psychologinnen mit einem Universitätsabschluss im Hauptfach Psychologie.

Aufnahme-
verfahren

Schriftliches Gesuch mit Lebenslauf, Foto und Universitätsabschluss, Aufnahmegespräch und Aufnahmeseminar

Teilnahme-
bedingungen

Universitätsabschluss im Hauptfach Psychologie und im Nebenfach Psychopathologie (oder bestätigte Veranstaltungen im vergleichbaren Umfang), Berufstätigkeit im Praxisfeld

Lerninhalte

Theoretisch-praktische Kenntnisse (Beispiele):

  • Therapeutische Basisfertigkeiten (Motivationsaufbau, Beziehungsgestaltung, Gesprächsführung, Therapieplanung- und -kontrolle, Fallkonzeption, etc.)
  • Basismethoden der kognitiven Verhaltenstherapie (Rollenspiel, Problemlösen, Entspannungsverfahren, kognitive Umstrukturierungstechniken, usw.)
  • Techniken bei ausgewählten nosologischen Gruppen (Verhaltenstherapie: Persönlichkeitsstörungen, Zwänge und Phobien, Essstörungen, Schizophrenie, Depression, etc.; Verhaltensmedizin: Schlafstörungen, Asthma bronchiale, Schmerzstörungen, etc.)
  • Therapiedurchführung unter bestimmten Rahmenbedingungen (Einzeln, Gruppe, Paar-, Familientherapie)
  • Allgemeine und spezielle Grundlagen (Ethik, rechtliche Rahmenbedingungen, Lerntheorie, Psychopharmakologie, Psychosomatik, Störungsmodelle, etc.)
  • Weitere empirisch begründbare Therapieansätze (tiefenpsychologische Ansätze, Systemtherapie, etc.)
  • Prävention und Rehabilitation

Supervision im Rahmen therapeutischer Tätigkeit; Falldokumentationen Selbsterfahrung

Lernformen

  • Theoretisch-praktische Kurse
  • Supervision und eigene therapeutische Tätigkeit
  • begutachtete Falldokumentationen
  • Selbsterfahrung
  • Klinische Praxis

Zeitaufwand

  • 200 bzw. 400 theoretisch-praktische Stunden
  • 100 bzw. 200 Std. Supervision
  • 200 bzw. 400 selbständig durchgeführte Behandlungsstunden
  • 4 bzw. 8 begutachtete Falldokumentationen
  • 100 bzw. 200 Std. Selbsterfahrung
  • 1 Jahr klinische Praxis in einer Institution der psychosozialen Grundversorgung

Die jeweils erste Nennung bezieht sich auf die 2 Jahre dauernde Grundstufe der Weiterbildung; die zweite auf Grund- und Aufbaustufe mit einer Gesamtdauer von mind. 4 Jahren.

Dauer

  • Grundstufe: 4 Semester bzw. mind. 2 Jahre
  • Grund- und Aufbaustufe: 8 Semester bzw. mind 4 Jahre
  • Beginn: 2 x jährlich (Frühjahr und Herbst)

Orte

Universitäre Psychiatrische Dienste Bern, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Schweizerisches Epilepsiezentrum Zürich, Kantonale Psychiatrische Klinik Wil, Alterszentrum Basel

Studienkosten

  • Aufnahmegespräch und Aufnahmeseminar:

Fr. 250.-

  • Kurse, Supervision:
    (pro Semester Fr. 2'700.-)

Fr. 21'600.-

  • externe Selbsterfahrung*:
    (Kostenschätzung)

Fr. 17'000.-

  • Evaluation, Abschlusszertifikat:

Fr. 450.-

TOTAL
(Grund- und Aufbaustufe)

~ Fr. 39'000.-


  • * Die akademieextern durchzuführende Selbsterfahrung wird von den Teilnehmern in Absprache mit der AIM eigenverantwortlich organisiert und direkt mit den Anbietern verrechnet.
  • Nicht enthalten in obenstehender Darstellung sind die Kosten für Fachliteratur und weiteres Studienmaterial, für Reisen, Unterkunft und Verpflegung sowie die Kosten anderer ggf. erforderlicher Elemente wie Versicherungen, Verbandsbeiträge, usw.; ebenso nicht enthalten sind die Gebühren für das Prozedere zum FSP-Fachtitel.
  • Die Preisangaben entsprechen dem Stand im Jahr 2010, Anpassungen / Änderungen bleiben vorbehalten.
  • Verbindliche Angaben zu den Kosten erteilt i.d.R. der Organisator/Veranstalter der Weiterbildung oder weitere von ihm bezeichnete Personen/Institutionen (s. Kap. 'Information').

Abschluss

  • Zertifikat
  • Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten ordentliche FSP-Mitglieder auf Antrag den FSP-Fachtitel Fachpsychologin/Fachpsychologe für Psychotherapie FSP.
    Antragstellung auf Verleihung des Fachtitels FSP / Kurzinformation zum Prozedere.

Zertifikat und Fachtitel können nach erfolgreichem Abschluss der mind. vierjährigen Grund- und Aufbaustufe beantragt werden.

Arbeitsgebiete

Einrichtungen der psychiatrischen und psychosozialen Grundversorgung und selbständige psychotherapeutische Praxis

Trägerschaft

Akademie für Verhaltenstherapie und Methodenintegration (AIM)

Anmeldung

vgl. Information

Information

Cornelia Egli
Sekretariat AIM
Kantonale Psychiatrische Klinik
Zürcherstr. 30
9500 Wil

Telefon

071 913 12 54 (Mi 9:00–11:20 und Fr 9:00–17:30)

Telefax

031 930 99 88

E-Mail

egli(at)aim-verhaltenstherapie.ch

Internet

www.aim-verhaltenstherapie.ch

Besondere Anmerkungen

  • Jährlich beginnt zweimal ein neuer Weiterbildungsgang: im April (Zürich, Wil) und im Oktober (Bern, Basel)
  • Die Weiterbildung wird für PsychologInnen und ÄrztInnen angeboten. Sie orientiert sich für PsychologInnen an den aktuellen FSP-Richtlinien, für ÄrztInnen an den aktuellen FMH-Richtlinien.
  • Die Weiterbildung ist von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern GEF und von der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP als postgradualer Bildungsgang in Psychotherapie anerkannt.

Stand

  • Das von der FSP in deutscher Sprache anerkannte Curriculum datiert vom Oktober 1999
  • Anerkennung als postgraduale Weiterbildung durch die FSP: 27. November 1999
  • Dieses Dokument entspricht dem Informationsstand im August 2010; es bezweckt, einen Überblick zu vermitteln. Detaillierte, verbindliche Informationen gibt die obengenannte Informationsstelle ab