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      KJF - Postgraduale Weiterbildung in psychoanalytisch-systemischer Psychotherapie mit Schwerpunkt Kinder, Jugendliche und Familien, Institut für Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie, Luzern
 

Fachpsychologe/Fachpsychologin
für Psychotherapie FSP

Programmtitel

Postgraduale Weiterbildung in psychoanalytisch-systemischer Psychotherapie mit Schwerpunkt Kinder, Jugendliche und Familien, Institut für Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie, Luzern

Ziel

Erwerb der Fachkompetenz, um als Fachpsychologin/Fachpsychologe eigenverantwortlich Psychotherapien bei Kindern, Jugendlichen und Familien durchführen zu können.

AdressatInnen

Psychologinnen und Psychologen mit einem Universitätsabschluss im Hauptfach Psychologie.

Aufnahme-
verfahren

Nach Einreichung der Bewerbungsunterlagen gemäss Vorlage erfolgt ein Aufnahmegespräch mit zwei InstitutsleiterInnen. Vorgängig finden zwei Informationsabende statt.

Teilnahme-
bedingungen

Universitätsabschluss im Hauptfach Psychologie. Spätestens ab dem zweiten Semester muss die Möglichkeit bestehen mit Kinder, Jugendlichen und Familien therapeutisch arbeiten zu können.

Lerninhalte

  • Grundlagen der Systemtheorie und -therapie sowie der psychoanalytischen Theorie.
  • Spezielle Entwicklungspsychologie und Psychopathologie.
  • Systemische Sicht von Übertragung und Gegenübertragung.
  • Psychoanalytische Sichtweise des therapeutischen Systems.
  • Systemische und psychoanalytische Interventionstechniken.
  • Expliziter Einbezug der psychotherapeutischen Alltagspraxis.
  • Selbsterfahrung und Supervision.
  • Säuglings- und Kleinkinderbeobachtung während zwei Jahren.

Lernformen

  • Geschlossene Gruppe von höchstens 24 TeilnehmerInnen während 4 Jahren.
  • Theorievermittlung an 14 Wochenenden, 4 Intensivwochen und Online-Seminarien (E-Learning).
  • Arbeit in Kleingruppen zwecks Vertiefung der Theorie und Training der therapeutischen Methoden.
  • Supervision sowohl in regionalen Kleingruppen wie auch an den Wochenenden.
  • Auswertung der Säuglings- und Kleinkinderbeobachtung in regionalen Kleingruppen.
  • Eigene therapeutische Tätigkeit.
  • Drei schriftliche Fallberichte und eine mündliche Fallvorstellung.
  • Literaturstudium.

Zeitaufwand

  • Wissen und Können 414 Stunden
  • Selbsterfahrung mindestens 200 Stunden, wovon mindestens 150 Stunden im Einzelsetting.
  • Supervision mindestens 230 Stunden, wovon mindestens 50 Stunden im Einzelsetting.
  • Eigene therapeutische Tätigkeit während mindestens 400 Stunden (8 abgeschlossene Fälle für den FSP-Fachtitel).
  • Klinische Praxis in einer Institution der psychosozialen Grundversorgung während mindestens einem Jahr bei einer 100%-Anstellung.
  • Die Ausbildung beansprucht etwa 8 Arbeitstage pro Weiterbildungsjahr. Es wird ein Beschäftigungsgrad von max. 80% empfohlen.

Dauer

Die Weiterbildung erstreckt sich über 4 Jahre. In der Regel beginnt ein neuer Kurs alle 2-3 Jahre.

Orte

  • Die Wochenenden finden in Luzern statt.
  • Die Intensivwochen finden in dezentralen Bildungshäusern statt.
  • Die Säuglings- und Kleinkinderbeobachtung sowie die Gruppensupervisionen finden regional statt.

Studienkosten

  • 414 Std. Wissen und Können sowie 180 Std. Gruppensupervision

CHF 24'800.-

  • Anmelde-/Aufnahmegebühren

CHF 200.-

  • Zertifizierungsgebühr

CHF 500.-

  • 200 Std. Selbsterfahrung, wenn alle im Einzelsetting

CHF 28'000.-

  • 50 Std. zusätzliche Einzelsupervision

CHF 7'000.-

TOTAL

ca. CHF 60'500.-


  • Nicht enthalten in oben stehender Darstellung sind die Kosten für Fachliteratur und weiteres Studienmaterial, für Reisen, Unterkunft und Verpflegung sowie die Kosten anderer ggf. erforderlicher Elemente wie Versicherungen, Verbandsbeiträge, usw. Ebenso nicht enthalten sind die Gebühren für das Prozedere zum FSP-Fachtitel
  • Die Preisangaben entsprechen dem Stand im Jahr 2005, Anpassungen / Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
  • Verbindliche Angaben zu den Kosten erteilt i.d.R. der Organisator/Veranstalter der Weiterbildung oder weitere von ihm bezeichnete Personen/Institutionen (s. Kap. 'Information').

Abschluss

  • Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmerinnen das Zertifikat „Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapeutin KJF".
  • Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten ordentliche FSP-Mitglieder auf Antrag den FSP-Fachtitel Fachpsychologin/Fachpsychologe für Psychotherapie FSP.

Arbeitsgebiete

Eigene psychotherapeutische Praxis, Institutionen der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung.

Trägerschaft

Träger der Weiterbildung und des Institutes ist der nicht gewinnorientierte Verein Institut für Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie Luzern (KJF).

Anmeldung

Die Anmeldung ist schriftlich an das Sekretariat einzureichen.

Information

Institut für Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie Luzern (KJF) Sekretariat: Kuno Kälin
Denkmalstrasse 2
6006 Luzern

Telefon

041 410 15 19

Telefax

041 410 15 18

E-Mail

info(at)institut-kjf.ch

Internet

www.institut-kjf.ch

Besondere Anmerkungen

Im Sinne der Interdisziplinarität des psychoanalytisch-systemischen Ansatzes belegen die Weiterbildung ebenfalls Ärzte und Ärztinnen und Angehörige anderer psychosozialer Berufe.

Stand

  • Das von der FSP in deutscher und französischer Sprache anerkannte Curriculum datiert vom Mai 2006
  • Anerkennung als postgraduale Weiterbildung durch die FSP: 29. Mai 2006
  • Dieses Dokument entspricht dem Informationsstand im Mai 2006; es bezweckt, einen Überblick zu vermitteln. Detaillierte, verbindliche Informationen gibt die obengenannte Informationsstelle ab.