| Fachpsychologe/Fachpsychologin für Rechtspsychologie FSP |
| Programmtitel | Postgraduale Weiterbildung in Rechtspsychologie der «School of Criminology, International Criminal Law - Psychology of Law (SCIP)» der Universität Bern |
| Es sind zur Zeit keine Weiterbildungsgänge geplant. |
| Ziel | Es soll eine erweiterte und vertiefte wissenschaftliche und berufliche Qualifikation zur Lösung spezifischer Probleme des Rechtssystems erreicht werden. Die erworbene Fachkompetenz befähigt, als Fachpsychologe/Fachpsychologin eigenverantwortlich in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Rechtspsychologie tätig zu sein. |
| AdressatInnen | Psychologen und Psychologinnen mit einem Universitätsabschluss (Lizentiat oder Master) im Hauptfach Psychologie, die nach Möglichkeit im Bereich der rechtspsychologischen Praxis tätig sind. |
| Aufnahme- verfahren | Anmeldung bei der Geschäftsstelle der SCIP (www.scip.unibe.ch). |
| Teilnahme- bedingungen | - Universitätsabschluss (Lizentiat oder Master) im Hauptfach Psychologie; abgeschlossen und dokumentiert bei Einreichung der Anmeldung.
Für die Anerkennung von Studienabschlüssen ausländischer Universitäten gelten die Äquivalenzkriterien, die am Institut für Psychologie der Universität Bern gültig sind. - Rechtspsychologische Praxis, die spätestens im zweiten Jahr der Weiterbildung beginnt, sei es in fester Anstellung, in einem postgraduierten Praktikum oder einem vorübergehenden Beschäftigungsprogramm
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| Lerninhalte | - Diagnostik (u.a. Glaubhaftigkeit, Kriminalprognose, Sorgerecht)
- Durchführung von Interviews und Beratung
- Umgang mit dissozialem und delinquentem Verhalten (Prävention, Mediation, Intervention, Straf- & Massnahmenvollzug)
- Probleme und psychologische Verarbeitung der Opferwerdung
- Ursachen normabweichenden Verhaltens
- Konflikt und Mediation bei Paaren
- Grundlagen des Familien- und des allgemeinen Strafrechts
- Polizeipsychologische Erkenntnisse und Methoden
- Evaluation von Präventionsmassnahmen und Interventionen
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| Lernformen | - Seminare während des Semesterbetriebs
- Blockveranstaltungen, vorzugsweise während der Sommerzeit (summer school)
- Wochenendseminare
- Individuell organisierte Supervision im Fachteam
- Erstellung von Prüfungsgutachten
- Praxiserfahrungen
Die Weiterbildung ist nach den Grundsätzen von ECTS (European Credit Transfer System) organisiert. Die einzelnen Studienteile sind entsprechend beschrieben und mit ECTS-Anrechnungspunkten (Credits) versehen. ECTS erleichtert national und international die gegenseitige Anerkennung von Leistungen in universitären Studiengängen. |
| Zeitaufwand | - Insgesamt ca. 400 Stunden Seminare
- 170 Stunden Supervision im Fachteam
- 50-70 Stunden Erstellung von Prüfungsgutachten
- Mind. zweijährige Praxis in einem rechtspsychologischen Bereich (50%-Anstellung)
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| Dauer | Mind. drei Jahre (Regelstudienzeit) |
| Orte | An der Universität Bern, gegebenenfalls an Partnerinstitutionen in Ländern der Europäischen Union. |
| Studienkosten | Allgemein verbindliche Kostenangaben können imMoment noch nicht präzise festgelegt werden. Die Kosten sollen jedoch einen Betrag von ca. 30'000 Fr. (exklusive Reisekosten und Prüfungsgebühren) nicht überschreiten. |
| Abschluss | - Universitätsabschluss «Master of advanced studies in Psychology of Law»
- Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten ordentliche FSP-Mitglieder auf Antrag den FSP-Fachtitel «Fachpsychologe/Fachpsychologin für Rechtspsychologie FSP». Der vollständig dokumentierte Fachtitel-Antrag ist an die Vorsitende der Prüfungskommission des SCIP zu richten: http://www.scip.unibe.ch/html/studiengaenge2/fachtitel.html
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| Arbeitsgebiete | Mögliche Arbeitsbereiche für Absolventinnen/Absolventen der postgradualen Weiterbildung: - Straf- und Massnahmevollzug (u.a. Vollzugsplanung, Lockerungs- und Entlassungsprognosen, psychologische Interventionen bei Straffälligen)
- Polizei (u.a. Gefahrenabwehr, Verbrechensbekämpfung)
- Kinder- und Jugendschutz (u.a. Beratung, Prävention, Intervention)
- Gutachterliche Tätigkeit im Bereich des Strafrechts (u.a. Schuldfähigkeit, Reife, Prognose)
- Gutachterliche Tätigkeit im Bereich des Zivilrechts (u.a. Zuteilung der Kinder nach Scheidung, elterliche Aufsichts- und Besuchsrechte)
- Opferhilfe (u.a. Begutachtung und Behandlung)
- Weiterbildung (u.a. für Personal des Straf- und Massnahmevollzugs, Anwälte, Polizei, Staats- und Jugendanwälte, Richter)
- Beratung bei Planung, Durchführung und Evaluation von Präventions und Interventionsprogrammen
- Öffentlichkeitsarbeit
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| Trägerschaft | School of Criminology, International Criminal Law & Psychology of Law (SCIP) der Universität Bern |
| Anmeldung | Die postgraduale Weiterbildung beginnt im September 2006. Detaillierte Programminformationen sowie die Bewerbungsunterlagen werden ab Juni 2006 auf der Website der SCIP www.scip.unibe.ch erhältlich sein. Das Aufnahmeverfahren wird voraussichtlich solange durchgeführt, bis die ca. 25 verfügbaren Studienplätze besetzt sind. Bei einer Überbuchung wird eine Warteliste geführt. |
| Information | |
| Besondere Anmerkungen | - |
| Stand | - Das von der FSP in deutscher und französischer Sprache anerkannte Curriculum datiert vom Januar 2005
- Anerkennung als postgraduale Weiterbildung durch die FSP: 27. Mai 2005
- Dieses Dokument entspricht dem Informationsstand im März 2005; es bezweckt, einen Überblick zu vermitteln. Detaillierte, verbindliche Informationen gibt die obengenannte Informationsstelle ab.
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