| Fachpsychologe/Fachpsychologin für Psychotherapie FSP |
| Programmtitel | Postgraduales Weiterbildungscurriculum «Integrative Therapie» mit Schwerpunkt in Gestalt-psychotherapie, Psychodrama und Integrativer körperorientierter Psychotherapie der SEAG |
| Ziel | Erwerb der Fachkompetenz, um als Fachpsychologin/Fachpsychologe eigenverantwortlich Psychotherapien durchführen zu können. Zielsetzung der Weiterbildung ist es, PsychologInnen im Verfahren der Integrativen Therapie als einem modernen, interdisziplinär orientierten, schulen- und methodenübergreifenden Therapieansatz berufsbegleitend auszubilden. Die Postgraduale Weiterbildung zielt auf die Entwicklung spezifischer menschlicher, klinischer und psychotherapeutischer Fähigkeiten und Wissensbestände (Kompetenzen) und die Vermittlung von Fertigkeiten (Performanzen) ab, d.h. von psychotherapeutisch relevantem Theorie- und Praxiswissen und spezifischen Therapiemethoden. |
| AdressatInnen | Psychologen und Psychologinnen mit einem Universitätsabschluss im Hauptfach Psychologie. |
| Aufnahme- verfahren | Der Antrag auf vorläufige Zulassung zur Postgradualen Weiterbildung ist auf einem Formblatt an das Sekretariat zu richten. Dem Antrag sind beizufügen: - ein Lebenslauf mit Lichtbild,
- eine Kopie der Urkunde über den Universitätsabschluss,
- Nachweis über Dauer und Art der bisherigen und der derzeitigen beruflichen Tätigkeiten.
Sind die formalen Voraussetzungen erfüllt, nimmt der Bewerber am Zulassungsverfahren teil, durch das die persönliche Eignung festgestellt werden soll. Es werden normale physische und psychische Belastbarkeit, Konfliktbewusstsein und Selbstreflexion, Rollenflexibilität, soziales Differenzierungsvermögen, Frustrationstoleranz, die Fähigkeit, mit Aggressionen umzugehen, Nähe und Distanz zu regulieren und die Motivation zur Selbsterfahrung erwartet, die in einem 5-tägigen Zulassungsseminar und in zwei Zulassungsinterviews überprüft werden. |
| Teilnahme- bedingungen | - Universitätsabschluss im Hauptfach Psychologie und der Nachweis über einen Nebenfachabschluss in Psychopathologie oder bestätigte Lehrveranstaltungen im vergleichbaren Umfang.
- Die Bewerber müssen in der Regel in einer klinischen oder rehabilitativen Einrichtung tätig sein, um praktisch mit Patienten arbeiten zu können. Für die Zulassung beträgt das Mindestalter 26 Jahre. Über Ausnahmeregelungen und Sonderfälle zu (1) und (2) - z.B. Auslandsstudien - entscheidet der Aus- und Weiterbildungsausschuss.
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| Lerninhalte | - Eingehende Kenntnisse der allgemeinpsychologischen (aber auch der kognitiv-behavioralen und der tiefenpsychologischen) Entwicklungs- und Persönlichkeitstheorie, der spezifischen Entwicklungstheorie und der «klinischen Entwicklungspsychologie» des Integrativen Ansatzes, der am lifespan-developmental-approach und an sozialökologisch-systemischen Konzepten ausgerichtet ist, sowie Kenntnisse der allgemeinen und speziellen Gesundheits- und Krankheitslehre (Integratives Modell der Genese seelischer und somatoformer Störungen und Erkrankungen, ausgerichtet an der empirischen Ätiologieforschung, Komorbiditäts- und Salutogeneseforschung, unter Einbezug tiefenpsychologischer und kognitiv-behavioraler Krankheitsmodelle).
- Eingehende Kenntnisse in und Erfahrungen mit Integrativer Therapie, Gestalttherapie und Psychodrama für die Einzel- und Gruppentherapie sowie andere davon abgeleitete Ansätze: z.B. Fokaltherapie, Kurzzeittherapie, Paar- und Familientherapie, dazu ergänzend kognitiv-behaviorale und tiefenpsychologisch fundierte Behandlungsmodelle.
- Eingehende Kenntnisse in und Erfahrungen mit zwei ergänzenden Verfahren im Sinne von Vertiefungsschwerpunkten (vgl. I, 1.3) wie z.B. Psychodrama, Gestaltpsychotherapie, Körperpsychotherapie, Imaginations- und Tagtraumtechniken, systemische Familientherapie o.a.
- Fähigkeit, aufgrund von Anamnese-Erhebung und Exploration, seelische Erkrankungen zu diagnostizieren, therapeutische Massnahmen zu planen und durchzuführen und einen prognostischen Rahmen abzustecken.
- Fähigkeit, dem Patienten die Sinnzusammenhänge seiner bewussten und unbewussten Strebungen und Konflikte und die Dynamik seines aktualen sozialen Netzwerkes bzw. Konvois erfahrbar werden zu lassen.
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| Lernformen | Berufsbegleitende postgraduale Weiterbildung - Klinische Praxis
- Methodikseminare
- Theorieseminare
- Selbsterfahrung (Gruppe und Lehrtherapie)
- Supervisionsprogramm
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| Zeitaufwand | - ca. 180 Tage (ca. 1'440 Unterrichtsstunden) Arbeitseinheiten Seminare, regionale Arbeitsgruppen und Supervision; i.d.R. über 5 Jahre
- 600 Stunden kontrollierte Einzel- und Gruppentherapie
- ca. 200 Stunden Verfassen der Graduierungsarbeit und der Behandlungsberichte
- 1 Jahr klinische Praxis in einer Institution der psychosozialen Grundversorgung
Total: 2'240 Stunden + 1 Jahr klinische Praxis (1 Unterrichtsstunde = 45 Min. / 1 Therapiestunde = 50 Min.) |
| Dauer | ca. 4-5 Jahre |
| Orte | Seminarhäuser in der Schweiz |
| Studienkosten | | | Fr. 150.- | - Aufnahmeprozedere (Zulassungsseminar und -interviews)
| ca. Fr. 610.- | - Selbsterfahrungs- und Weiterbildungsgruppe (360 Std.)
(in Form von Semestergebühren über 6 Semester) | Fr. 4'950.- | - Seminare Wissen und Können (650 Std.)
(wird pro belegtes Seminar an das Institut bezahlt) | ca. Fr. 14'000.- | - Intensivseminare (2x 80 Std.)
| ca. Fr. 2'200.- | | | ca. Fr 15'600.-. | - Kontrollanalyse (80 Std. inkl. kontroll. Anamnesen 20 Std.)
| ca. Fr. 9'600.- | - Supervision Gruppe (100 Std.)
| ca. Fr. 2'200.- | - Prüfungsgebühr / Korrekturgebühren für Graduierungsarbeit
| Fr. 250.- | | TOTAL | ca. Fr. 49'560.- |
- Nicht enthalten in obenstehender Darstellung sind die Kosten für Fachliteratur und weiteres Studienmaterial, für Reisen, Unterkunft und Verpflegung sowie die Kosten anderer ggf. erforderlicher Elemente wie Versicherungen, Verbandsbeiträge, usw.; ebenso nicht enthalten sind die Gebühren für das Prozedere zum FSP-Fachtitel.
- Die Preisangaben entsprechen dem Stand im Jahr 2001, Anpassungen / Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
- Verbindliche Angaben zu den Kosten erteilt i.d.R. der Organisator/Veranstalter der Weiterbildung oder weitere von ihm bezeichnete Personen/Institutionen (s. Kap. 'Information').
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| Abschluss | - Graduierung zum «Psychotherapeuten für Integrative Therapie» und in den gewählten Vertiefungsschwerpunkten
- Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten ordentliche FSP-Mitglieder auf Antrag den FSP-Fachtitel Fachpsychologin/Fachpsychologe für Psychotherapie FSP.
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| Arbeitsgebiete | - Alle Bereiche der klinisch-psychiatrischen Versorgung
- Psychotherapie in freier Praxis
- alle Bereiche der institutionellen klinischen Behandlung (Erwachsenen- und Gerontopsychiatrie, Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie
- Psychosomatik
- Forensik
- Suchtkrankentherapie, z.B. Drogenabhängigkeit, Alkoholismus
- Einrichtungen der Rehabilitation
- Beratungsstellen, Heime, usw.
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| Trägerschaft | - Stiftung Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit und Integrative Therapie SEAG, 9400 Rorschach; in Kooperation mit
- Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit und Kreativitätsförderung EAG, in Deutschland staatlich anerkannte Einrichtung der beruflichen Bildung in der Trägerschaft des Fritz Perls Instituts, gemeinnützige GmbH, D-42499 Hückeswagen
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| Anmeldung | Die Anmeldung ist jederzeit möglich an die unter Information genannte Institution. |
| Information | | Stiftung Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit und Integrative Therapie SEAG Lotti Müller, lic. phil., Psychologin FSP Birt 519 9042 Speicher | | Telefon | 071 244 25 58 | | Telefax | - | | E-Mail | Lomueseag(at)bluewin.ch | | Internet | - | |
| Besondere Anmerkungen | - Teilnehmende in dieser postgradualen Weiterbildung sind auch Ärztinnen und Ärzte, die mit der Graduierung zum/zur «Psychotherapeuten/Psychotherapeutin für Integrative Therapie» abschliessen.
- Beginn des nächsten Lehrgangs: ca. Herbst 2001.
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| Stand | - Das von der FSP anerkannte Curriculum datiert vom Oktober 1999.
- Anerkennung als postgraduale Weiterbildung durch die FSP: 19.05.2000.
- Dieses Dokument entspricht dem Informationsstand im März 2002; es bezweckt, einen Überblick zu vermitteln. Detaillierte, verbindliche Informationen gibt die obengenannte Informationsstelle ab.
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