News | Contatto | Sitemap |
 Ricerca 
de | fr | it
 
   
     
//home / News / {$altPrint}
Username
Password
 
      Reaktion der FSP auf die Medieninformation des SPV
 
23. novembre 2007
 

FSP-Reaktion auf die Medienmitteilung des SPV vom 22.11.07

An die Partner-Verbände des Runden Tisches Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie

Unakzeptables Vorgehen und nicht nachvollziehbare Begründungen des SPV

Die FSP, grösster Dachverband der universitär ausgebildeten nicht-ärztlichen Psychothera-peutInnen und auch PsychologInnen in der Schweiz, nimmt Stellung zur Medienmitteilung des SPV vom 22.11.07

  1. Die FSP kann die Begründungen des SPV für seine Forderungen inhaltlich und gesundheitspolitisch nicht nachvollziehen.
  2. Einzelne Tarifstrukturen können nicht mit den Kostenfolgen einer Behandlung für die Grundversicherung gleichgesetzt werden.
  3. Leistungen von medizinisch ausgebildeten PsychiaterInnen können nicht direkt mit Psychotherapieleistungen von nicht-Medizinern verglichen werden – unabhängig davon welche Tarife und Leistungen angemessen sind.
  4. Die FSP setzt sich dafür ein, dass mehr Ressourcen für qualifizierte Abklärungen und Behandlungen insgesamt zur Verfügung gestellt werden, weil die psychische Gesundheit der Bevölkerung dringend und nachhaltig verbessert werden muss. Kurzfristige Einsparungen bei notwendigen und indizierten Leistungen führen mittel- und langfristig zu viel höheren Folgekosten.
  5. Es braucht die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachpersonen sowohl mit somatischen wie auch nicht-somatisch Kompetenzen, die sich für eine bessere psychische Gesundheit in der Schweiz einsetzen, um die psychische Gesundheit zu verbessern und insbesondere psychische Erkrankungen zu heilen oder wenigsten zu lindern.
  6. Als grösster Psychotherapeutenverband (2000 FachpsychologInnen für Psychotherapie FSP) ist die FSP über das Vorgehen und die Begründungen des SPV äusserst erstaunt.
  7. Die Einzelaktion des SPV ist leider nicht geeignet, zentrale Fragen der Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie, die sich für die psychische Gesundheit der Bevölkerung einsetzen, zu fördern.
  8. Das vom SPV vorgebrachte Argument der Fahrlässigkeit fällt damit auf den Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Verband zurück.
  9. Die FSP distanziert sich deshalb in aller Form vom Vorgehen und den Begründungen des SPV.

Silvia Schaller, Generalsekretärin FSP

Der SPV schreibt in seiner Medienmitteilung vom 22.11.07:„Eine Psychotherapiestunde bei einer psychologischen Psychotherapeutin oder einem psychologischen Psychotherapeuten kostet im Durchschnitt 140 Franken, bei einem Psychiater 194 Franken. Die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erbringen ihre hoch qualifizierte Leistung also einen Drittel billiger. Der SPV erachtet es als fahrlässig und konsumentenfeindlich, auf diese Kostenersparnis zu verzichten.“






Files:

Download 

<- Indietro a: News-Detail