24.1.2005
Dachverband ehrt 5000. Mitglied
Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP (www.psychologie.ch) hat Ende Dezember 2004 ihr 5000. ordentliches Mitglied begrüsst. Wichtigstes Ziel des Dachverbandes der universitär ausgebildeten Psychologen in der Schweiz ist das Psychologieberufegesetz. Letzteres kommt in Bälde in die Vernehmlassung.
Wer Mitglied der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP werden will, muss ein abgeschlossenes universitäres Hauptfachstudium in Psychologie vorweisen und sich zur Einhaltung berufsethischer Richtlinien verpflichten. Die 1987 gegründete FSP vereint heute 35 regionaleund fachliche Gliedverbände und ist mit über 5000 ordentlichen Mitgliedern der grösste Dachverband der Psychologie und Psychotherapie in der Schweiz.
Warten auf das Gesetz
Das Gütesiegel "FSP" ist heute für die Klienten und Patienten die einzige Möglichkeit zu erkennen, ob eine Psychologin oder ein Psychologe tatsächlich eine universitäre Ausbildung in Psychologie besitzt. Denn anders als in den meisten Nachbarländer gibt es in der Schweiz noch keine gesetzliche Bestimmung, die diesen Titel schützt: Jede und jeder kann sich Psychologin oder Psychologe nennen und unter dieser Bezeichnung irgendwelche Dienstleistungen anbieten - auch ohne über eine angemessene Ausbildung zu verfügen. Eine beunruhigende Situation in einer Zeit, in der sich der psychische Zustand der Bevölkerung verschlechtert und eine Rat suchende Person nicht immer weiss, ob sie eine qualifizierte Fachperson vor sich hat oder nicht.
Seit Jahren kämpft die FSP deshalb für ein eidgenössisches Psychologiegesetz. Dieser Gesetzesentwurf (PsyG) soll demnächst, anfangs 2005, öffentlich vernehmlasst werden.
Das Gesetzt regelt die Anforderungen an die universitäre und die Nachdiplomausbildung sowie an die selbständige Ausübung des Psychologieberufes. Es verbessert den Konsumentenschutz und strebt eine europakompatible Regelung der Psychologie an.
Ziele und Dienstleistungen der FSP
Als Dachverband koordiniert die FSP die Berufsinteressen der Psychologinnen und Psychologen. Sie stellt ihren Mitgliedern und der Bevölkerung ein breites Dienstleistungsangebot zur Verfügung (siehe www.psychologie.ch ). In ihrer Rolle als Aufsichtsinstanz überwacht die FSP die Einhaltung der berufsethischen Grundsätze durch ihre Mitglieder. |