Psychotherapie in die Grundversicherung

Die psychologische Psychotherapie soll, wenn sie auf Anordnung eines Arztes erfolgt, von der Grundversicherung bezahlt werden. Dafür steht die FSP ein, zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Hier finden Sie alle Informationen zu diesem Projekt.

Leistungen von psychologischen Psychotherapeutinnen und –therapeuten werden aktuell nur dann durch die Grundversicherung vergütet, wenn die Therapeutin/der Therapeut bei einem Arzt/einer Ärztin angestellt ist und ihre/seine Leistungen unter dessen/deren Aufsicht erbringt (delegierte Psychotherapie).

Die FSP verfolgt das Ziel, dass auch psychologische Psychotherapeut(inn)en ihre Leistungen selbständig über die Grundversicherung abrechnen können. Die nötigen Voraussetzungen sind geschaffen: Das Psychologieberufegesetz liefert die geforderte Regelung der Aus- und Weiterbildung von psychologischen Psychotherapeut(inn)en.

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Psychotherapie

Anordnungsmodell: Der Druck bleibt hoch

Im Dezember informierte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) von Bundesrat Alain Berset über die Verschiebung des Bundesratsentscheid zur Einführung des Anordnungsmodells für die psychologische Psychotherapie auf das erste Quartal 2021. Die FSP erhält den Druck aufrecht, unter anderem mit einem offenen Brief an den Bundesrat.
Im Dezember informierte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) von Bundesrat Alain Berset über die Verschiebung des Bundesratsentscheid zur Einführung des Anordnungsmodells für die psychologische Psychotherapie auf das erste Quartal 2021. Die FSP erhält den Druck aufrecht, unter anderem mit einem offenen Brief an den Bundesrat.
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psychotherapie

Offener Brief an den Gesamt-Bundesrat: Verdoppelung von schweren depressiven Symptomen innert acht Monaten erfordert rasches Handeln

Die psychische Belastung hat in der zweiten Covid-19-Welle deutlich zugenommen. Der Anteil an Personen mit schweren depressiven Symptomen betrug während des Lockdowns im April rund 9 Prozent und stieg im November auf 18 Prozent (Swiss Corona Stress Study). Die Psychologieverbände sind alarmiert und fordern den Bundesrat in einem offenen Brief zu raschem Handeln auf. Die Einführung des Anordnungsmodells für die psychologische Psychotherapie ist dringend angezeigt.
Die psychische Belastung hat in der zweiten Covid-19-Welle deutlich zugenommen. Der Anteil an Personen mit schweren depressiven Symptomen betrug während des Lockdowns im April rund 9 Prozent und stieg im November auf 18 Prozent (Swiss Corona Stress Study). Die Psychologieverbände sind alarmiert und fordern den Bundesrat in einem offenen Brief zu raschem Handeln auf. Die Einführung des Anordnungsmodells für die psychologische Psychotherapie ist dringend angezeigt.
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fallbeispiele

Dafür kämpfen wir

Die der FSP zugeschickten Erfahrungsberichte unterstreichen den Handlungsbedarf, das Anordnungsmodell bald einzuführen
Die der FSP zugeschickten Erfahrungsberichte unterstreichen den Handlungsbedarf, das Anordnungsmodell bald einzuführen
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Psychotherapie

Bundesratsentscheid zum Anordnungsmodell verschoben

Der Entscheid des Bundesrats zur Einführung des Anordnungsmodells für die psychologische Psychotherapie wurde noch für dieses Jahr erwartet. Wegen der «Belastung der Verwaltung durch die Covid-19-Epidemie» ist er nun aber auf das erste Quartal 2021 verschoben.
Der Entscheid des Bundesrats zur Einführung des Anordnungsmodells für die psychologische Psychotherapie wurde noch für dieses Jahr erwartet. Wegen der «Belastung der Verwaltung durch die Covid-19-Epidemie» ist er nun aber auf das erste Quartal 2021 verschoben.
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Argumente

Wie kann die psychologische Psychotherapie der drohenden Unterversorgung durch den Nachwuchsmangel in der Psychiatrie entgegenwirken?

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Breite Anordnung

Sieben Gründe für eine breite ärztliche Anordnung für psychologische Psychotherapie.

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Fallbeispiele

In der Schweiz erhalten Zehntausende Menschen keine psychotherapeutische Behandlung, weil ein massiver Mangel an von der Grundversicherung finanzierten Therapieplätzen besteht. Der FSP liegen unzählige konkrete Fallbeispiele vor.

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Psychotherapie

Was ist Psychotherapie überhaupt? Welcher Unterschied besteht zwischen einem psychologischen Psychotherapeuten und einem Psychiater? Antworten und weitere Facts zur Psychotherapie finden Sie hier.

Die FSP entwickelte ihre Forderungen zum Anordnungsmodell gemeinsam mit den anderen Psychologie/Psychotherapie-Verbänden ASP und SBAP. Die drei Verbände brachten diese Forderungen auch gemeinsam beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein.  

Die FSP setzt sich für ein Anordnungsmodell mit folgenden Komponenten ein: 

Bezugsrahmen
Es werden nur Behandlungen von psychischen Störungen mit Krankheitswert von der Grundversicherung erstattet. Die Leistungen müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein.

Anordnungsbefugnis
Eine Psychotherapie muss von einem Arzt/einer Ärztin angeordnet werden.

Inhalt der Anordnung
Der Inhalt der Anordnung richtet sich nach Artikel 2, 3 und 3b der Krankenpflegeleistungsverordnung (KLV) analog der ärztlichen Psychotherapie:

  • generelle Übernahme von max. 40 Abklärungs- und Therapiesitzungen
  • Bei Fortsetzung nach 40 Sitzungen ist dem/der Vertrauensarzt/-ärztin zu berichten

Verantwortung
Der/die psychologische Psychotherapeut(in):

  • stellt die Diagnose
  • führt die Therapie in eigener fachlicher Verantwortung durch (gemäss Psychologieberufegesetz) 
  • ist verantwortlich für Berichte an Krankenkassen und verrechnet direkt an diese

Wahlfreiheit
Der/die Patient(in) kann sich mit der Anordnung an den Psychotherapeuten/die Psychotherapeutin seiner Wahl wenden, sofern dieser/diese auf der Liste der eidgenössisch anerkannten Psychotherapeutinnen und –therapeuten aufgeführt ist.

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Petition

Mit der Petition wird der Bundesrat aufgefordert, die bestehenden Zugangshürden bei der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen zu beseitigen.

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Verordnungsänderung

Welche Schritte braucht es für die Aufnahme der psychologischen Psychotherapie in die Grundversicherung?