Psychotherapie in die Grundversicherung

Die psychologische Psychotherapie soll, wenn sie auf Anordnung eines Arztes erfolgt, von der Grundversicherung bezahlt werden. Dafür steht die FSP ein, zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Hier finden Sie alle Informationen zu diesem Projekt.

Leistungen von psychologischen Psychotherapeutinnen und –therapeuten werden aktuell nur dann durch die Grundversicherung vergütet, wenn die Therapeutin/der Therapeut bei einem Arzt/einer Ärztin angestellt ist und ihre/seine Leistungen unter dessen/deren Aufsicht erbringt (delegierte Psychotherapie).

Die FSP verfolgt das Ziel, dass auch psychologische Psychotherapeut(inn)en ihre Leistungen selbständig über die Grundversicherung abrechnen können. Die nötigen Voraussetzungen sind geschaffen: Das Psychologieberufegesetz liefert die geforderte Regelung der Aus- und Weiterbildung von psychologischen Psychotherapeut(inn)en.

Im Projekt Psychotherapie koordiniert und führt die FSP die vielfältigen Arbeiten durch, die zur Erreichung dieses Ziels notwendig sind. Gemeinsam mit den Psychologie/Psychotherapieverbänden SBAP und ASP arbeitet sie daran, dass die psychologische Psychotherapie künftig über die Grundversicherung vergütet wird. In engem Austausch mit der Plattform Psychotherapie FSP werden Argumentarien und Stellungnahmen erstellt, Modellvarianten erarbeitet, Kontakte mit den zuständigen Bundesbehörden gepflegt und ein neues Tarifsystem gebaut.  

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Viele Organisationen unterstützen das Anordnungsmodell

Am 17. Oktober endete die Vernehmlassung zum vom Bundesrat vorgeschlagenen Anordnungsmodell. Viele wichtige Stakeholder begrüssen die Ablösung des Delegationsmodells, einige haben Einwände. Nur wenige Organisationen lehnen das Anordnungsmodell komplett ab.
Am 17. Oktober endete die Vernehmlassung zum vom Bundesrat vorgeschlagenen Anordnungsmodell. Viele wichtige Stakeholder begrüssen die Ablösung des Delegationsmodells, einige haben Einwände. Nur wenige Organisationen lehnen das Anordnungsmodell komplett ab.
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podium basel

Weitgehende Einigkeit zwischen Psychiatern, Psychotherapeutinnen und Hausärzten

Am 17. Oktober organisierte der Verband der Psychologinnen und Psychologen beider Basel (PPB) ein Podiumsgespräch zum Thema «Vom Delegationsmodell zum Anordnungsmodell». Die diskutierenden Psychiater, Psychologinnen, Häusärzte und Politikerinnen waren sich überraschend einig.
Am 17. Oktober organisierte der Verband der Psychologinnen und Psychologen beider Basel (PPB) ein Podiumsgespräch zum Thema «Vom Delegationsmodell zum Anordnungsmodell». Die diskutierenden Psychiater, Psychologinnen, Häusärzte und Politikerinnen waren sich überraschend einig.
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Psychotherapie_Praxis_Bild

Die Neuregelung wird begrüsst – nur die Therapiedauer löst Bedenken aus

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten begrüssen den Vorschlag des Bundesrats zur Neuregelung der psychologischen Psychotherapie. Die Änderung trägt dazu bei, die bestehenden Versorgungsengpässe in ländlichen Regionen und bei Kindern und Jugendlichen zu beseitigen. Bedenken haben die Psychotherapeutinnen und -therapeuten bezüglich der Beschränkung der Therapiedauer auf fünfzehn Sitzungen, was zu wenig ist.
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten begrüssen den Vorschlag des Bundesrats zur Neuregelung der psychologischen Psychotherapie. Die Änderung trägt dazu bei, die bestehenden Versorgungsengpässe in ländlichen Regionen und bei Kindern und Jugendlichen zu beseitigen. Bedenken haben die Psychotherapeutinnen und -therapeuten bezüglich der Beschränkung der Therapiedauer auf fünfzehn Sitzungen, was zu wenig ist.
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FSP_GS Medienschaffende

Medienwirbel um das Anordnungsmodell

In den letzten Wochen nahmen verschiedene Medien die Diskussion rund um das vom Bundesrat vorgeschlagene Anordnungsmodell wieder auf. Die FSP konnte diese Diskussion nutzen, um ihre Argumente für das Anordnungsmodell noch einmal darzulegen.
In den letzten Wochen nahmen verschiedene Medien die Diskussion rund um das vom Bundesrat vorgeschlagene Anordnungsmodell wieder auf. Die FSP konnte diese Diskussion nutzen, um ihre Argumente für das Anordnungsmodell noch einmal darzulegen.
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Psychotherapie

Was ist Psychotherapie überhaupt? Welcher Unterschied besteht zwischen einem psychologischen Psychotherapeuten und einem Psychiater? Antworten und weitere Facts zur Psychotherapie finden Sie hier.

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Argumente

Wie kann die psychologische Psychotherapie der drohenden Unterversorgung durch den Nachwuchsmangel in der Psychiatrie entgegenwirken?

Die FSP entwickelte ihre Forderungen zum Anordnungsmodell gemeinsam mit den anderen Psychologie/Psychotherapie-Verbänden ASP und SBAP. Die drei Verbände brachten diese Forderungen auch gemeinsam beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein.  

Die FSP setzt sich für ein Anordnungsmodell mit folgenden Komponenten ein: 

Bezugszahmen
Es werden nur Behandlungen von psychischen Störungen mit Krankheitswert von der Grundversicherung erstattet. Die Leistungen müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein.

Anordnungsbefugnis
Eine Psychotherapie muss von einem Arzt/einer Ärztin angeordnet werden.

Inhalt der Anordnung
Der Inhalt der Anordnung richtet sich nach Artikel 2, 3 und 3b der Krankenpflegeleistungsverordnung (KLV) analog der ärztlichen Psychotherapie:

  • generelle Übernahme von max. 40 Abklärungs- und Therapiesitzungen
  • Bei Fortsetzung nach 40 Sitzungen ist dem/der Vertrauensarzt/-ärztin zu berichten

Verantwortung
Der/die psychologische Psychotherapeut(in):

  • stellt die Diagnose
  • führt die Therapie in eigener fachlicher Verantwortung durch (gemäss Psychologieberufegesetz) 
  • ist verantwortlich für Berichte an Krankenkassen und verrechnet direkt an diese

Wahlfreiheit
Der/die Patient(in) kann sich mit der Anordnung an den Psychotherapeuten/die Psychotherapeutin seiner Wahl wenden, sofern dieser/diese auf der Liste der eidgenössisch anerkannten Psychotherapeutinnen und –therapeuten aufgeführt ist.

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Petition

Mit der Petition wird der Bundesrat aufgefordert, die bestehenden Zugangshürden bei der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen zu beseitigen.

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Verordnungsänderung

Welche Schritte braucht es für die Aufnahme der psychologischen Psychotherapie in die Grundversicherung?

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Tarife

Hier finden Sie Informationen zum Thema der zukünftigen Tarifierung der psychologischen Psychotherapie.

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Medienspiegel

Entdecken Sie, was die Medien in den letzten Monaten zum Thema Psychotherapie berichtet haben.

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Die Eckpfeiler der Strategie

Die Strategie sieht vor, den Handlungsdruck auf verschiedenen Ebenen zu erhöhen.