Überbrückungsfinanzierung für interkulturelles Dolmetschen

Wegen des Kriegs in der Ukraine sind Millionen Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen kommen auch in der Schweiz an. Unterstützung auch von Psychologinnen und Psychologen ist dringend nötig.

Ein integraler Bestandteil der Arbeit mit Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten ist das interkulturelle Dolmetschen. Der Bedarf an Dolmetschenden ist hoch, und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen – einer davon ist der Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie. Gleichzeitig ist die Finanzierung von interkulturellem Dolmetschen im Therapiebereich wie auch anderswo oftmals ungeklärt. Mit dem Ukrainekonflikt und dem Empfang von Geflüchteten in der Schweiz kommt es zu einem Engpass. Um die finanzielle Hürde im Zugang zu interkultureller Verdolmetschung in der psychologischen Beratung und der Therapie von traumatisierten und psychisch erkrankten ukrainischen Flüchtlingen zu mindern, stellt die FSP eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Damit können die Kosten der interkulturellen Verdolmetschung von Beratungen und Therapien übernommen werden, sofern sie über die regionalen Vermittlungsstellen im INTERPRET-Netzwerk organisiert wird. 

Da die zur Verfügung gestellte Finanzhilfe begrenzt ist, sind vorgängige Kostengutsprachen notwendig. Bitte richten Sie Ihren Antrag für Kostengutsprache mittels dem zur Verfügung gestellten Formular an fsp [at] fsp.psychologie.ch

Beachten Sie, dass die FSP keine direkte Rechnungstellung von regionalen Vermittlungsstellen annehmen kann. Achten Sie auch darauf, dass Sie bei der Anfrage für die Dolmetschleistung möglichst Zuschläge für kurzfristige Bestellungen und hohe Anfahrtsspesen vermeiden können und nutzen Sie die vergünstigten Tarife für Organisationen im Gesundheits-, Asyl- und Migrationsbereich, welche viele Vermittlungsstellen anbieten. Klären Sie auch vorgängig, ob je nach Zuweisung/Vermittlung eine bestehende kantonale oder institutionelle Finanzierung für interkulturelles Dolmetschen besteht.