Fragen zum FSP-Fachtitel auf Grundlage des individuell/modularen Weiterbildungscurriculums in Psychotherapie (IWBG)

1. Wann wird ein Fachtitel FSP in Psychotherapie gemäss IWBG erteilt?

Die Geschäftsstelle und die Titelkommission der FSP prüfen aufgrund der eingereichten Unterlagen, ob alle Weiterbildungsbestandteile gemäss dem individuellen/modularen Weiterbildungscurriculum FSP erfüllt und durch Belege hinreichend dokumentiert sind.

Über die Titelvergabe entscheidet die Titelkommission.

2. Wie und bis wann muss der Fachtitelantrag gemäss IWBG zum Ende der provisorischen Akkreditierungsphase spätestens eingereicht werden?

Zum Ende der provisorischen Akkreditierungsphase muss der Fachtitelantrag gemäss IWBG bis spätestens 31. Dezember 2017 bei der Geschäftsstelle der FSP, Sekretariat TK, Choisystrasse 11, 3008 Bern eingetroffen sein.

Der Fachtitelantrag wird durch den Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin direkt eingereicht. Die Gebühr muss vorgängig beglichen worden sein.

3. Warum müssen die Fachtitelanträge gemäss IWBG bis zum 31. Dezember 2017 und nicht bis zum 31. März 2018 bei der FSP eingegangen sein?

Gemäss Art. 49 Abs. 1 PsyG gelten Abschlüsse von provisorisch akkreditierten Weiterbildungsgängen als eidgenössisch anerkannt, wenn spätestens bis zum 31. März 2018 ein entsprechender Titel verliehen worden ist. Massgebliches Datum für die Titelverleihung und damit für die eidg. Anerkennung ist der Entscheidtermin der Titelkommission.

Für die detaillierte Prüfung der eingereichten Anträge benötigen die Geschäftsstelle und die Titelkommission FSP genügend Zeit. Wir rechnen zum Ende der provisorischen Akkreditierungsphase mit zahlreichen Gesuchen. Aus diesem Grunde müssen die Anträge bis spätestens 31. Dezember 2017 auf der Geschäftsstelle eingetroffen sein.

4. Was muss ich tun, wenn ich Belege von einzelnen Weiterbildungsteilen erst nach dem 31. Dezember 2017 erhalte?

Auch wenn Belege von einzelnen Weiterbildungsteilen aus wichtigen Gründen per Ende Dezember 2017 noch nicht vorliegen, muss der Fachtitelantrag bis zum 31. Dezember 2017 bei der FSP eingetroffen sein. Im Anmeldeformular ist in diesem Fall unter der Rubrik "Weitere Angaben / Bemerkungen" aufzuführen, welche Nachweise bis wann nachgereicht werden.

Wir empfehlen Ihnen dringend, diese Nachweise bis spätestens 27. Februar 2018 bei der Geschäftsstelle der FSP nachzureichen, um sicherzustellen, dass diese rechtzeitig geprüft und in der März-Sitzung der Titelkommission berücksichtigt werden können.

5. Wo finde ich die allgemeinen Anforderungen zum Fachtitelantrag und die Anforderungen an die Belege?

Die allgemeinen Informationen zum Fachtitelantrag finden Sie auf www.psychologie.ch/iwbg. Dort finden Sie auch das Curriculum (siehe Rubrik Informationen), aus welchem Sie ersehen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit der Fachtitel erlangt werden kann.

Bitte beachten Sie die einsehbaren Musterbelege. Diese zeigen, welche Informationen die Belege im Minimum enthalten müssen. Die Belege müssen nicht genau so aussehen, aber mindestens die aufgeführten Informationen enthalten.

6. Ich habe mich für den IWBG eingeschrieben und der FSP gemeldet, dass ich die Weiterbildung nicht fristgerecht abschliessen kann. Wie weiter?

Personen, welche sich bei der FSP zum IWBG angemeldet haben und angegeben haben, dass sie ihre Weiterbildung nicht fristgerecht in allen Teilen abschliessen können, wurden mit Schreiben vom 24. Februar 2017 von der FSP persönlich kontaktiert.

Diese Personen können sich per Mail (qualifikationen(at)fsp.psychologie.ch) oder telefonisch (donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr: 031 388 88 46) an die FSP wenden. Die FSP bietet beratende Unterstützung bei der Suche nach einem Weiterbildungsinstitut an, welches bereits geleistete Weiterbildungsbestandteile im Rahmen eines akkreditierten Weiterbildungsgangs teilweise anerkennt. Diese Beratungsdienstleistungen sind für diese Personengruppe in der Regel kostenlos.

7. Ich habe mich bei der FSP nicht für den IWBG eingeschrieben, bin mir aber nicht sicher, ob die von mir absolvierten Weiterbildungsteile für die Erteilung eines Fachtitels ausreichen. Was tun?

Personen, welche sich nicht bei der FSP für den IWBG angemeldet haben, können Titelanträge einreichen, sofern alle im Curriculum beschriebenen Anforderungen erfüllt sind. Eine persönliche Beratung durch die FSP-Geschäftsstelle im Hinblick auf eine allfällige Anrechnung von Weiterbildungsleistungen im Rahmen eines akkreditierten Weiterbildungsgangs steht für diese Personen aus Planungs- und Ressourcengründen nicht zur Verfügung.

8. Ich habe meinen Hochschulabschluss in Psychologie im Ausland gemacht. Brauche ich für den Titelantrag «Fachpsychologe/Fachpsychologin für Psychotherapie FSP» eine Anerkennung dieses Abschlusses?

Ja, Inhaber/innen eines ausländischen Hochschulabschlusses in Psychologie müssen diesen bei der Psychologieberufekommission des Bundes (PsyKo) als gleichwertig anerkennen lassen (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/berufe-im-gesundheitswesen/auslaendische-abschluesse-gesundheitsberufe/annerkennungen-von-psychologieberufen.html). Dem Fachtitelantrag ist eine Kopie der Anerkennung (alle 3 Seiten) beizulegen. Die vollständige Anerkennung muss bis spätestens zum 31.03.2018 vorliegen.

Fragen zum FSP-Fachtitel auf Grundlage eines durch die FSP anerkannten curriculären Weiterbildungsgangs in Psychotherapie

9. Wann wird ein Fachtitel FSP in Psychotherapie aufgrund eines anerkannten curriculären Weiterbildungsgangs erteilt?

Die Geschäftsstelle und die Titelkommission der FSP prüfen, ob alle Weiterbildungsbestandteile gemäss dem von der FSP anerkannten Weiterbildungscurriculum erfüllt und durch Belege hinreichend dokumentiert sind.

Über die Titelvergabe entscheidet die Titelkommission. Absolventinnen und Absolventen eines provisorisch akkreditierten Weiterbildungsgangs erhalten keine schriftliche Urkunde oder Bestätigung des Bundes.

10. Wie und bis wann muss der Fachtitelantrag eingereicht werden?

Massgeblich für die eidg. Anerkennung der durch den Bund provisorisch akkreditierten Weiterbildungsgänge und damit den eidg. Titel ist das Datum der Zertifikatserteilung durch den Weiterbildungsanbieter. Diese muss bis zum 31. März 2018 erfolgt sein.

Die Anträge werden durch den Weiterbildungsanbieter vorgeprüft und bei der FSP eingereicht. Die Gebühren müssen vorgängig durch den Gesuchsteller / die Gesuchstellerin beglichen worden sein.

Der Fachtitelantrag muss bis spätestens 31. März 2018 bei der Geschäftsstelle der FSP, Sekretariat TK, Choisystrasse 11, 3008 Bern eingetroffen sein. Unvollständige Anträge können nach dem 31. März 2018 nicht mehr ergänzt werden.

11. Ich absolviere zur Zeit einen von der FSP anerkannten und provisorisch akkreditierten Weiterbildungsgang in Psychotherapie zu den bisherigen Bedingungen. Leider schaffe ich es nicht, die Weiterbildung bis zum 31. März 2018 abzuschliessen. Was kann ich tun, um den eidgenössischen Weiterbildungstitel trotzdem zu erlangen und den FSP-Fachtitel noch beantragen zu können?

Das Bundesgesetz über die Psychologieberufe (PsyG) legt klar fest, dass eine Person eine provisorisch akkreditierte Weiterbildung vollständig und erfolgreich bis zum 31. März 2018 abschliessen muss, um den Titel "eidgenössisch anerkannte/r Psychotherapeut/in" tragen zu dürfen. Aufgrund dieser Rechtslage kann die FSP keine Fachtitel verleihen, wenn die gesamte Weiterbildung nicht vollumfänglich erfolgreich bis zum 31. März 2018 abgeschlossen worden ist. Der Weiterbildungsanbieter muss bis spätestens zu diesem Datum den Fachititelantrag bei der FSP eingereicht haben.

Für Personen, die es nicht schaffen, die provisorisch akkreditierte Weiterbildung bis zum 31. März 2018 abzuschliessen, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG), einen definitiv akkreditierten Weiterbildungsanbieter zu suchen und die Weiterbildung dort zu beenden. Es empfiehlt sich, sich vorgängig beim Weiterbildungsanbieter zu informieren, was von Ihrer bereits absolvierten Weiterbildung angerechnet werden kann.

Die entsprechende Information des BAG finden Sie hier: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/berufe-im-gesundheitswesen/psychologieberufe/faq-psyg.html

12. Ich habe meinen Hochschulabschluss in Psychologie im Ausland gemacht. Brauche ich für den Titelantrag «Fachpsychologe/Fachpsychologin für Psychotherapie FSP» eine Anerkennung dieses Abschlusses?

Ja, Inhaber/innen eines ausländischen Hochschulabschlusses in Psychologie müssen diesen bei der Psychologieberufekommission des Bundes (PsyKo) als gleichwertig anerkennen lassen (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/berufe-im-gesundheitswesen/auslaendische-abschluesse-gesundheitsberufe/annerkennungen-von-psychologieberufen.html). Dem Fachtitelantrag ist eine Kopie der Anerkennung (alle 3 Seiten) beizulegen. Die vollständige Anerkennung muss bis spätestens zum 31.03.2018 vorliegen.

Fragen zur Titelbezeichnung

13. Wie können sich FSP-Mitglieder nennen, welche vor dem 1. April 2018 einen FSP-Fachtitel in Psychotherapie erlangt haben oder erlangen?

Personen welche den FSP-Fachtitel in Psychotherapie erlangt haben, können sich eidg. anerkannte/r Psychotherapeut/in nennen. Sie erhalten keine Urkunde des Bundes. Die FSP empfiehlt diesen FSP-Mitgliedern die Verwendung der folgenden Bezeichnung:

Eidgenössisch anerkannte/r Psychotherapeut/in
Fachpsychologe/in für Psychotherapie FSP

Mit dieser Bezeichnung wird gegenüber der Öffentlichkeit deutlich, dass der erworbene FSP-Fachtitel in Psychotherapie gestützt auf Art. 49 PsyG als eidgenössischer Weiterbildungstitel gilt. Zudem wird ersichtlich, dass Ihr Dossier von der FSP noch einmal vollständig geprüft worden ist, und dass sie alle Weiterbildungsteile (Wissen und Können, Selbsterfahrung, eigene psychotherapeutische Praxis, Supervision, klinische Praxis) erfolgreich und im geforderten Umfang gemäss provisorisch akkreditiertem Curriculum absolviert haben.

14. Wie können sich FSP-Mitglieder nennen, welche künftig einen eidgenössischen Weiterbildungstitel in Psychotherapie erlangen?

Personen, welche einen definitiv akkreditierten Weiterbildungsgang in Psychotherapie erfolgreich absolviert haben, erhalten einen eidgenössischen Weiterbildungstitel in Psychotherapie mit einer entsprechenden Urkunde des Bundes.

Für diese Personen plant die FSP, dass sie im Laufe des Jahres 2018 auf Antrag und gegen eine kleine Gebühr eine Bescheinigung als Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten FSP in Form einer Urkunde erhalten ("Fachpsychologe/Fachpsychologin für Psychotherapie FSP"). Dieser Personenkreis ist ebenfalls berechtigt, die Bezeichnung

Eidgenössisch anerkannte/r Psychotherapeut/in
Fachpsychologe/in für Psychotherapie FSP

zu verwenden.

Gegenüber der Öffentlichkeit wird durch diese Bezeichnung zum Ausdruck gebracht, dass die Fachpsychologinnen und Fachpsychologen für Psychotherapie FSP der Fortbildungspflicht unterliegen (was gemäss PsyG nur für selbständig tätige Psychotherapeutinnen und -therapeuten gilt), sich an die Berufsordnung der FSP halten und dass deren Klientinnen und Klienten sich bei Verstössen an die Berufsethikkommission der FSP wenden können.

15. Die von mir absolvierte provisorisch akkreditierte Weiterbildung führt zu einem eidgenössischen Weiterbildungstitel. Welche Vorteile bringt es mir, den noch bis zum 31. März 2018 erlangbaren FSP-Fachtitel zusätzlich zu beantragen?

Wenn Sie den FSP-Fachtitel auf Grundlage eines provisorisch akkreditierten und von der FSP anerkannten Weiterbildungsgangs zusätzlich erlangen, wird Ihr Dossier von der FSP noch einmal vollständig geprüft und es wird bestätigt, dass Sie alle Weiterbildungsteile (Wissen und Können, Selbsterfahrung, eigene psychotherapeutische Praxis, Supervision, klinische Praxis) erfolgreich und im geforderten Umfang absolviert haben.

Die Qualität des Titelverleihungsprozesses der FSP ist breit anerkannt, und Sie erhalten mehr Rechtssicherheit in der aktuellen Übergangszeit und für die Zukunft. Weiter wird für die kantonale Bewilligungsbehörde klar, dass Sie der gesetzlich geforderten Fortbildungspflicht nachleben. Schliesslich zeigt die Erfahrung, dass bei zahlreichen Arbeitgebern sowie bei den Klientinnen und Klienten der FSP-Fachtitel nach wie vor als zentrales Qualitätslabel wahrgenommen wird.

16. Gibt es eine schriftliche Bestätigung, dass ich mich als Trägerin des FSP-Fachtitels in Psychotherapie als eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin bezeichnen darf?

Trägerinnen und Träger eines FSP-Fachtitels in Psychotherapie können sich zusätzlich zum Titel "Fachpsychologe/-in für Psychotherapie FSP" von Gesetzes wegen als "eidgenössisch anerkannte/r Psychotherapeut/-in" bezeichnen. Voraussetzung dafür ist, dass sie einen provisorisch akkreditierten Weiterbildungsgang in Psychotherapie bis zum 31. März 2018 erfolgreich und vollständig absolviert haben. Eine Bestätigung des Bundes oder der FSP ist für die Tragung des eidgenössischen Weiterbildungstitels nicht notwendig.

Allerdings kann es für die Erlangung einer kantonalen Praxisbewilligung und für die Information der Öffentlichkeit hilfreich sein, dass eine entsprechende schriftliche Bestätigung vorliegt. Die FSP stellt eine solche Bestätigung zur Verfügung. Sie kann hier heruntergeladen werden. Wer diese Bestätigung in seiner Praxis zwecks Information der Patientinnen und Patienten aufhängen will, verwendet mit Vorteil dieselbe Papierqualität, die für den Druck der FSP-Fachtitelzertifikate verwendet wird (A4; Conqueror Laid diamantweiss ohne Wasserzeichen gerippt 120 gm2 SQS-COC-100121 FSCM FSC mixed sources).

Wichtig: Die Bestätigung darf nur zusammen mit dem gültigen FSP-Fachtitelzertifikat verwendet werden, um eine allfällige Irreführung des Publikums zu vermeiden.