Coronavirus: FAQ für Patienten und Klientinnen

Die nachfolgenden Fragen und Antworten basieren auf den Entscheidungen der Bundesbehörden. Die Situation kann von Kanton zu Kanton variieren.

Ist es noch möglich, eine Psychologin oder einen Psychotherapeuten zu konsultieren?
  • Ja. Psychologinnen und Psychotherapeuten dürfen derzeit ihre Patientinnen und Klienten weiterhin vor Ort behandeln oder beraten.
  • Gruppentherapien und -beratungen sind nur möglich, wenn pro teilenehmender Person mindestens vier Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Die Gesamtzahl der Teilnehmenden darf 50 nicht übersteigen. In vielen Kantonen ist die maximale Personenzahl wesentlich niedriger (beispielweise 15 im Kanton Bern). Wir empfehlen das Tragen einer Maske bei Gruppentherapien oder -beratungen. Eine Maskenpflicht besteht allerdings nur, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können und/oder bei Gruppen mit mehr als 15 Personen. 
Welche Hygiene- und Verhaltensregeln gelten aktuell?
  •  Die Hygienevorschriften und der Abstand von mindestens 1,5 Metern sind einzuhalten. Im Empfangsbereich, im Wartezimmer und anderen allgemein zugänglichen Räumlichkeiten z.B. einer Gruppenpraxis gilt die Maskenpflicht. Kinder unter 12 Jahren sind davon ausgenommen sowie Personen, die aus körperlichen oder psychischen Gründen von der Maskenpflicht befreit sind. In der eigentlichen Sitzung im Sprechzimmer ist die Maske nicht obligatorisch, sofern die Mindestabstände eingehalten werden können. 
     
  • Die Umsetzung eines Schutzplans ist in Gesundheitszentren verpflichtend und in allen sonstigen Einrichtungen empfohlen. Ausserdem müssen alle Räume regelmässig gelüftet und alle Oberflächen regelmässig desinfiziert werden.
Gibt es eine gute Möglichkeit, Therapie- oder Beratungssitzungen im Home-Office abzuhalten, also auf Distanz?
  • Ja, die Möglichkeiten für Fernsitzungen sind zahlreich, sei es per Telefon oder per Videokonferenz. Sprechen Sie Ihre Psychologin oder Ihren Psychologen darauf an!
Wenn meine Psychotherapiesitzungen auf Distanz stattfinden, hat das einen Einfluss auf deren Finanzierung?
  • Für die Behandlung bei Psychologinnen oder Psychologen, die delegiert arbeiten (also in einer ärztlichen Praxis), gilt derzeit folgende Regel: Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für maximal 360 Minuten Distanztherapie pro drei Monate und Patient-in. Das ist eine aufgrund der Pandemie getroffene Ausnahmeregelung, die seit dem 19. November 2020 und vorerst bis Ende Februar 2021 gilt. Normalerweise gilt eine Limite von 240 Minuten pro sechs Monate und Patient-in.
  • Wenn Ihre Zusatzversicherung sich an der Finanzierung Ihrer Konsultationen beteiligt: Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die Fragen rund um die Abrechnung von Psychotherapiesitzungen oder psychologischen Beratungen bei der Zusatzversicherung regelt. Jede Krankenkasse kann ihre eigenen Bedingungen für eine etwaige Kostenbeteiligung festlegen und also selbst bestimmen, ob und in welchem Umfang sie Online-Sitzungen vergüten will. Daher muss sich der Patient oder die Patientin direkt bei seiner bzw. ihrer Zusatzversicherung nach der Vergütung von Online-Sitzungen erkundigen.
Ich habe COVID-19-Symptome und einen Termin bei meiner Psychologin oder meinem Psychologen. Was tun?
  • Die Anweisungen des BAG sind eindeutig: Personen mit typischen Krankheitssymptomen von COVID-19 müssen in Isolation. Personen, die engen Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten Person hatten, müssen in Quarantäne. 
  • Rufen Sie Ihre Psychologin oder Ihren Psychologen an um herauszufinden, ob die Sitzung eventuell auf Distanz – per Telefon oder Videokonferenz – stattfinden kann.