Die FSP erarbeitet Schweizer Norm im Bereich Eignungsdiagnostik

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Zurzeit fehlt es in der Schweiz an einer Standardisierung in der berufsbezogenen Eignungsdiagnostik. Die FSP schliesst diese Lücke, indem sie eine Schweizer Norm erarbeitet und eine Personenzertifizierung einführt.

Professionelle Rekrutierungsprozesse finden heute in vielen Bereichen Anwendung. Sowohl für Arbeitgebende als auch für Arbeitnehmende ist eine hohe Passung zwischen der zu besetzenden Stelle sowie dem neuen Arbeitnehmenden zentral. Nur so können eine hohe Arbeitszufriedenheit und eine erfolgreiche berufliche Leistung erreicht werden. Obwohl Rekrutierungsprozesse breit angewendet werden, gibt es in der Schweiz bislang keine Standards zu den Qualifikationen von Personen, die Eignungsabklärungen vornehmen. Die FSP will das ändern und geht dabei in zwei Schritten vor.

FSP erarbeitet eine Schweizer Norm

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in der Schweiz keine Richtlinie, die sich gezielt auf die berufsbezogene Eignungsdiagnostik bezieht. In Deutschland regelt die Norm «DIN 33430 Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik» das Vorgehen bei Eignungsbeurteilungen. Unter prozeduraler Anleitung durch die Schweizerische Normenvereinigung (SNV) erarbeitet die FSP in Zusammenarbeit mit interessierten Expertinnen und Experten zurzeit eine schweizerische Norm für die berufsbezogene Eignungsdiagnostik. Dazu wird die DIN 33430 auf die spezifischen Bedürfnisse der Schweizer Anspruchsgruppen angepasst und anschliessend im Schweizer Normenwerk übernommen.

Einführung einer Personenzertifizierung

Die Einführung der Schweizer Norm stellt die Basis für den zweiten Schritt der Standardisierung dar, nämlich die Einführung einer Personenzertifizierung. Bei der Festlegung der Zulassungskriterien sowie der Erarbeitung des Prüfungsverfahrens wird die FSP durch Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, der öffentlichen Hand, Privatwirtschaft und diversen Verbänden und Vereinen unterstützt. Das Zertifikat bescheinigt den Zertifizierten, dass sie über eine fundierte theoretische und praktische Erfahrung im Bereich der berufsbezogenen Eignungsdiagnostik verfügen. Um ein hohes Qualitätsniveau sicherzustellen, verpflichten sie sich ausserdem, im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit die Schweizer Norm einzuhalten.

Kommentare

Elisabeth  Leo-Dupont

Elisabeth Leo-Dupont

11/10/2021

J'ai travaillé pendant une longue période dans le diagnostic des aptitudes et j'ose espérer que l'un des critères pour la certification des personnes ,sera une formation complète en psychologie avec une bonne compréhension des statistiques et de la méthodologie pour bien choisir les outils à utiliser et analyser les résultats obtenus par un candidat sans céder à une interprétation purement subjective.

Annick de Buman

Annick de Buman

20/10/2021
Elisabeth Leo-Dupont

Merci de votre commentaire. Un premier projet relatif aux exigences minimales requises en matière de formation de base et d’expérience professionnelle a été rédigé par la FSP en collaboration avec un groupe de travail. Ces exigences constituent les conditions régissant la participation aux examens. Pour ce qui est de la formation de base, des filières précises dans les domaines de la psychologie et des RH seront acceptées. La certification repose sur une version de la norme DIN 33430 adaptée pour la Suisse. La norme DIN 33430 accorde une grande importance à un diagnostic d’aptitude professionnel de qualité. Une évolution adaptée et un recours professionnel aux procédures de diagnostic d’aptitude seront encouragés compte tenu des critères de qualité spécifiés.
Cordialement, Annick de Buman, Politique professionnelle FSP

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