Matthias Zingg

Matthias Zingg

06/04/2021

Also so ganz gleichberechtigt werden wir immer noch nicht behandelt. Zwar wird per 1.7.22 die Leibeigenschaft qua Delegationsmodell durch das Anordnungsmodell abgeschafft. Aber für den Fall, dass eine Fortsetzung der psychologischen Psychotherapie beantragt wird, braucht eseine "Fallbeurteilung" durch eine Psychiaterin / einen Psychiater, der die Indikation für eine Fortführung stellt und für oder gegen weitere Therapiesitzungen entscheidet. Merke: nach wie vor haben die PsychiaterInnen die Rolle der Gatekeeper. Von der Sache her müsste es doch, wenn schon, eine gemischtes Fachgremium bestehend aus psychiatrischen und psychologischen PsychotherapeutInnen sein, das die Zweckmässigkeit einer Fortsetzung sowohl für länger dauernde psychologische und ärztliche Psychotherapien beurteilt..... aber das bleibt wohl Wunschdenken. Offenbar gehen die Fachleute im BAG entgegen dem Stand der Forschung immer noch davon aus, dass psychologische Psychotherapie letztlich immer noch die Qualifikation durch die Psychiater erfordert. Dass psychologische und ärztliche Psychotherapie gleichzustellen sind, - es gibt nur eine Psychotherapie -, hat sich in den Köpfen der Entscheidungsträger wider besseres Wisse immer noch nicht etabliert.