FSP begrüsst die Namensänderung der Plattform Psychotherapievergleich.ch

Joël Frei
Berufspolitik
Verband
Auf der Plattform, die ehemals psychotherapievergleich.ch hiess, hofften Hilfesuchende, den geeigneten Psychotherapeuten oder die passende Psychotherapeutin zu finden.

Dies war aber nicht sichergestellt, denn die Betreiberin Swisscom Directories nahm keine Prüfung vor, ob die Anbieterinnen und Anbieter über einen eidgenössisch anerkannten Weiterbildungstitel in Psychotherapie verfügen.

Abmahnung zeitigt Wirkung

Aus diesem Grund hat die FSP seit Herbst 2019 mehrmals bei Swisscom Directories interveniert, um die Patientensicherheit zu garantieren und den Berufsstand der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu schützen. Swisscom Directories teilte der FSP mit, ihre Plattform entsprechend anzupassen. Als die gesetzte Frist ungenutzt verstrichen war, ging Mitte Juni 2020 ein Schreiben an die Betreiberin, in dem ihr eine letzte Frist gegeben wurde, bevor rechtliche Schritte eingeleitet würden.

Mit einiger Verzögerung ist die Anpassung der Plattform nun erfolgt. Swisscom Directories hat ihr einen neuen Namen gegeben: psychotherapievergleich.ch heisst neu coaching-vergleich.ch. Die FSP begrüsst die Namensänderung. Der neue Name suggeriert nicht, dass auf der Plattform Fachpersonen der psychischen Gesundheit gefunden werden können. Die Namensänderung ist damit ein wichtiger Schritt, damit sich Ratsuchende transparenter über die Angebote der Anbieterinnen und Anbieter auf der Plattform informieren können.

Kommentare

stephan Kälin

stephan Kälin

03/07/2020

Auch wenn das begrüssenswert ist, das Problem haben jetzt einfach die Coaches. Und deren Problem ist noch viel grösser, denn selbst wenn man eine BSO zertifizierte Ausbildung hat, kann man den Menschen nicht verständlich machen, was einen von den vielen unseriösen Coaches unterscheidet. So werden halt nun nicht die Psychotherapeuten sondern die Psychologen mit Coachingausbildung beurteilt und in denselben Topf geworfen wie irgendwelche Scharlatane. Dabei bräuchte es gerade im Coachingbereich dringend so etwas wie eine Qualitätssicherung.

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