FSP knackt 8000-Mitglieder-Marke

Aurélie Faesch-Despont
Verband
Seit der Gründung des Verbands im Jahr 1987 ist die Mitgliederzahl der FSP stetig angestiegen. Yousra Benkortbi ist das 8000. Mitglied. Interview.

Als 8000. FSP-Mitglied bekam Yousra Benkortbi ein Jahr Mitgliedschaft geschenkt. Die junge Frau, die kürzlich ihr Studium an der Universität Lausanne erfolgreich abgeschlossen hat, erklärt, was sie dazu bewegt hat, Psychologin zu werden und die FSP-Mitgliedschaft zu beantragen. 

Wie sind Sie dazu gekommen, Psychologin zu werden?
Menschliches Verhalten und Neurowissenschaften haben mich schon immer interessiert. Ich hatte das Bedürfnis, bestimmte Verhaltensweisen im Alltag, in meiner eigenen Geschichte und in der Geschichte der Menschheit zu verstehen. Ich habe die obligatorische Schulzeit und eine gymnasiale Ausbildung mit Schwerpunkt Wirtschaft und Recht absolviert. Auf eine Zukunft als Psychologin deutete also zunächst nichts hin. Beim Durchforsten der verschiedenen Pflicht- und Wahlkurse für einen Bachelor in Psychologie an der Universität Genf (UNIGE) stellte ich fest, dass dies ein wissenschaftlicher Studiengang ist. Dass viele Kurse Statistik und experimentelle Forschung umfassen, hat mich positiv überrascht. Psychologie schafft einen multidimensionalen Bezug zur Realität.

Welchen Schwerpunkt haben Sie gewählt?
Nach meinem Bachelor in Psychologie an der UNIGE habe ich mich für den Master-Studiengang Klinische Psychologie und Psychopathologie an der Universität Lausanne (UNIL) entschieden. Mein Praktikum vor Abschluss des Studiums konnte ich in Psychogeriatrie am Universitätsspital Lausanne (CHUV) absolvieren. Diese Erfahrung beinhaltete wesentliche Komponenten des Psychologieberufs wie Fach- und Sozialkompetenz und bestärkte mich in meinem Wunsch, psychologische Psychotherapeutin zu werden. Zur Zeit bin ich als Diplomassistentin an der UNIL beschäftigt. Ich biete Lehrunterstützung beim Master in Klinischer Psychologie und beim Bachelor. In ein paar Tagen wechsle ich zu einer Praxis für Psychotherapie, so dass ich parallel meine Weiterbildung als Psychotherapeutin absolvieren kann.  

Warum haben Sie sich für die Mitgliedschaft bei der FSP entschieden, und was erwarten Sie von der FSP?
Nach meinem Masterabschluss habe ich mich bei der FSP und dem Verband Waadtländer Psychologinnen und Psychologen (AVP) einschreiben lassen. Beide Verbände sind eine wertvolle Informationsquelle für frischgebackene Psychologinnen und Psychologen und bieten Mitgliedern eine Reihe nützlicher Ressourcen: Stellenangebote, Informationen zur Delegation, Aus- und Weiterbildung etc. Ich erwarte von der FSP, dass sie das Anordnungsmodell für psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten weiter unterstützt. Wichtig ist, dass die Schweizer Psychologinnen und Psychologen in politischen Debatten gut vertreten sind. Zudem wünsche ich mir, dass die FSP uns auch in Zukunft über neue Regulierungen im Bereich Psychologie informiert. Durch die FSP halte ich mich über alles Neue auf dem Laufenden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Psychologie?
Mit der fortlaufenden Entwicklung der Gesellschaft eröffnen sich neue Fragen und Felder für die Psychologie. Die Zukunft der Psychologie könnte beispielsweise darin bestehen, dem mit dem Abschluss des Studiums entstandenen Kaleidoskop neue Spiegel hinzuzufügen, um die komplexe Realität des Menschen immer besser zu begreifen. Ich mag diese Metapher, weil sie einen beständigen und einen sich wandelnden Aspekt der Identität in sich vereint.

 

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