FSP knackt 9'000-Mitglieder-Marke!

Damjan Gasser
Verband
Seit der Gründung des Verbands im Jahr 1987 ist die Mitgliederzahl der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) stetig angestiegen. Florian Siebert ist das 9'000 Mitglied. Ein Interview.

Als 9'000. FSP-Mitglied erhält Florian Siebert ein Jahr Mitgliedschaft geschenkt. Der junge Mann, der sein Studium an der Universität Zürich erfolgreich abgeschlossen hat, erklärt, was ihn dazu bewegt hat, Psychologe zu werden und die FSP-Mitgliedschaft zu beantragen.

Wie sind Sie dazu gekommen Psychologe zu werden?
Ursprünglich habe ich eine KV-Lehre in einem Pharmaunternehmen absolviert. Obwohl die Arbeitsaufgaben in den verschiedenen Abteilungen sehr vielseitig waren und der Beruf auch viel Kommunikation erfordert, wurde für mich schnell klar, dass ich mich vermehrt mit dem Faktor Mensch auseinandersetzen möchte. Ich interessierte mich bereits damals für das menschliche Verhalten im Arbeitskontext und auch für psychische Erkrankungen. Nach dem Erlangen der Berufsmaturität entschied ich mich für einen längeren Zivildiensteinsatz auf einer geschlossenen und offenen Station einer Gerontopsychiatrie. Durch alle diese spannenden Eindrücke und Erfahrungen, die ich durch die betreuerischen und pflegerischen Aufgaben im Umgang mit den älteren Patientinnen und Patienten sammeln durfte, kristallisierte sich mein Wunsch nach einem Psychologiestudium heraus, auch wenn ich noch nicht sicher war, in welchem Bereich ich mich später weiterbilden würde. Durch zahlreiche studienbegleitende Praktika in der Forschung und im klinischen und im neuropsychologischen Bereich wurde mein Berufswunsch zunehmend bestärkt.

Welche Schwerpunkte haben Sie gewählt?
Aufgrund meiner Erfahrungen aus der kaufmännischen Ausbildung entschied ich mich für ein Studium in angewandter Psychologie mit dem Schwerpunkt Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Obwohl das Curriculum dort sehr interessante Aufbaumodule beinhaltete, zog es mich vermehrt an die Universität Basel, wo ich zusätzliche Vorlesungen und Seminare in Neuropsychologie, Klinischer Psychologie und Psychotherapie besuchte. Aufgrund meines wachsenden Interessens für die Klinische Psychologie absolvierte ich mein Masterstudium an der Universität Zürich. Seit Abschluss meines Studiums arbeite ich bei der AMEOS Stadtpraxis Luzern und absolviere berufsbegleitend eine Weiterbildung in Psychotherapie mit kognitiv-behavioralem und interpersonalem Schwerpunkt am Klaus-Grawe-Institut.

Warum haben Sie sich für die Mitgliedschaft bei der FSP entschieden, und was erwarten Sie von der FSP?
Während des Studiums habe ich die Website der FSP regelmässig genutzt, um mich über Stelleninserate oder Weiterbildungsstudiengänge zu informieren. Für die Mitgliedschaft bei der FSP entschied ich mich, als das Anordnungsmodell diskutiert wurde, sodass ich stets auf dem Laufenden bleiben konnte. Zudem liegt mir die Qualität psychologischer Dienstleistungen am Herzen. Der Stellenwert von Qualität, beispielsweise in der psychologischen Diagnostik, wird uns bereits im Studium vermittelt. Ich erwarte von der FSP, dass sie sich für das Hoch-halten dieses Stellenwerts im Studium einsetzt, sodass dadurch auch hochschulübergreifende einheitliche Standards für die Anforderungen an Psychologinnen und Psychologen gesetzt werden können.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Psychologie?
Als angehender Psychotherapeut wünsche ich mir weitere wertvolle Inputs aus der psychologischen Forschung für meine psychotherapeutische Arbeit, um das Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten durch verbesserte und individualisierte Therapien maximieren zu können, wie beispielsweise durch den Einbezug von benutzerfreundlichen Apps. Besonders spannend und vielversprechend finde ich hierbei den Einfluss des Passive Sensings, den ich auch im Rahmen meiner Masterarbeit untersucht habe. 
 

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