Gesund bei der Arbeit

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Forschung
Die Unternehmen vor grossen Aufgaben – die aktuelle Psychoscope-Ausgabe widmet sich der psychischen Gesundheit bei der Arbeit.

Editorial von Aurélie Faesch-Despont, publiziert im Psychoscope 6/2018

Schweizerinnen und Schweizer arbeiten im Schnitt 42,5 Jahre lang. Dem europäischen Amt für StatistikEurostat zufolge arbeitet man nur in Island länger, nämlich 47 Jahre. Doch es wäre falsch anzunehmen,dass wir heute mehr Zeit bei der Arbeit verbringen als unsere Vorfahren. Im 20. Jahrhundert soll diedurchschnittliche Zeit, die bei der Arbeit verbracht wird, sogar von 40 auf 12 Prozent gesunken sein.Dies sind Zahlen, die vom französischen Soziologen Jean Viard in mehreren Medien genannt wurden.Durch längere Studienzeiten, eine höhere Lebenserwartung und verbesserte Ferienregelungen hat sichder bei der Arbeit verbrachte Anteil unseres Lebens mit der Zeit verringert.

Das heisst aber nicht, dass die Arbeit in unseren Köpfen weniger präsent ist. Ganz im Gegenteil. Rasantes Tempo, höhere Anforderungen, auferlegteFlexibilität – viele Arbeitnehmende rennen heute der Zeit hinterher und bemühen sich, Beruf und Privatleben, so gut es geht, unter einen Hut zu bringen.Laut «Job-Stress-Index 2016» von Gesundheitsförderung Schweiz gibt ein Viertel der Erwerbstätigen hierzulande an, über zu wenig Ressourcen zu verfügen, um die hohen Belastungen am Arbeitsplatz abfedern zu können.Etwas läuft schief. Auch in einer sich wandelnden Welt dürfte es keine Dichotomie von Gesundheitund Arbeit geben. Als Vorgeschmack auf die Ende November von der FSP in Bern organisierte Fachtagung vermitteln die Autorinnen und Autoren dieser Psychoscope-Ausgabe Erkenntnisse ausihrer Forschung, Ratschläge und Überlegungen, um bei der Arbeit gesund zu bleiben. Sie zeigen, dassmit Wohlwollen und gutem Willen beide Seiten profitieren können: Arbeitgeber und Arbeitnehmende.

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