Maurin Kämpfen

Maurin Kämpfen

02/11/2021

Mich würde interessieren, ob und wie auf die Ausgestaltung der konkreten Umsetzung, der Verlängerungen der Psychotherapie nach 30 Sitzungen, noch Einfluss genommen werden kann.

Eine externe Beurteilung zur Therapieverlängerung erscheint mir durchaus verständlich. Gemäss aktueller Info ist dazu jedoch EIN Fachpsychologe/eine Fachpsychologin und DREI Ärzte (Verordnende Hausärztin, beurteilender Psychiater und nochmal beurteilende Vertrauensärztin der Versicherung) notwendig, deren Beurteilungen jedoch alle ausschliesslich auf den Informationen der Psychologin/des Psychologen beruhen. Dies ist für mich nicht nachvollziehbar.
Es sollten doch Kosten gespart werden. Zu befürchten ist jedoch ein enormer Aufwand ohne zusätzlichen Nutzen.
Ausserdem ist zu vermuten, dass die Begutachtung durch Psychiaterinnen zu einem neuen Nadelöhr werden wird, da die Psychiater nicht daran interessiert sind, fremde Patienten zu beurteilen, sondern sich um ihre eigenen kümmern wollen. Der Verdacht liegt nahe, dass genau dies beabsichtigt ist, um zum Leidwesen der PatientInnen, Therapieverlängerungen möglichst unattraktiv zu machen.

Gibt es eine Begründung dafür, dass die Informationen der Psychologin nicht direkt an die Versicherung zugestellt werden können, welche dies durch einen qualifizierten Arzt beurteilen lässt, so wie es bisher zwischen PsychiaterInnen und Versicherungen gehandhabt wird?