Kriminologie Risikofreudige und Ungeduldige  werden häufiger kriminell

Forschung
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Persönliche Eigenschaften beeinflussen stark, welche kriminellen Taten ein Mensch begeht. Forschende der Universität Kopenhagen haben dies in einer Studie mit Daten von 5400 jungen dänischen Männern bestätigt.

Diese verknüpften sie mit Schulnoten, dem Strafregisterauszug der Probanden und ihren Charaktereigenschaften, die im Rahmen der Studie experimentell erhoben wurden. Ungeduld und insbesondere Risikofreude erhöhen demnach die Wahrscheinlich, dass ein Mensch ein Eigentumsdelikt verübt. Ein Mangel an Selbstkontrolle erhöht hingegen die Wahrscheinlich für Gewalt-, Drogen- und Sexualdelikte.

Die Kriminalitätsrate ist bei den risikotolerantesten Menschen um acht bis zehn Prozentpunkte höher als bei sehr risikoscheuen. Die Faktoren Risiko-
bereitschaft und Geduld sollten deshalb stärker in die Prävention einfliessen, fordern die Forschenden. 

Epper, T., Balle Hvidberg, K., Thustrup Kreiner, C., Leth-Petersen S.,  Nytoft, G., & Nytoft Rasmussen, G. (2022). Preferences predict who commits crime among young men. PNAS, 8. doi: 10.1073/pnas.2112645119

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