Medienmitteilung: Schweizer Psychologinnen und Psychologen engagieren sich für Geflüchtete und Helfende im Ukraine-Konflikt

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Millionen von Menschen sind wegen des Kriegs in der Ukraine auf der Flucht. Auch in der Schweiz kommen weiterhin täglich Flüchtlinge an. Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) sieht ihre Rolle in der Stärkung bestehender Angebote.

Seit Ausbruch des Konfliktes in der Ukraine erkundigten sich bei der FSP zahlreiche Psychologinnen und Psychologen nach Unterstützungsmöglichkeiten bei der Betreuung der Flüchtlinge in der Schweiz. Nach einem ersten Aufruf unter den rund 10’000 Mitgliedern sind innerhalb weniger Tage über 500 Unterstützungsangebote von Fachpersonen eingegangen. «Die grosse Hilfsbereitschaft der Psychologinnen und Psychologen ist sehr erfreulich», sagt Carola Smolenski, Vorstandsmitglied der FSP.


Zusammenarbeit mit «Support for Torture Victims»

Um die Unterstützungsangebote zugänglich zu machen und mit bestehenden Angeboten in diesem Bereich zu koordinieren, setzt die FSP in einem ersten Schritt auf eine Vernetzungskollaboration mit dem Verbund «Support for Torture Victims». Dieser Verbund eint fünf Behandlungszentren für Folter- und Kriegsopfer, die schwer traumatisierten geflüchteten Menschen psychotherapeutische Behandlungen und psycho-soziale Beratungen anbieten. Bei Bedarf werden die registrierten Psychologinnen und Psychologen direkt vom Ambulatorium kontaktiert.

Unterstützung in weiteren Bereichen geplant

Neben der notfallpsychologischen und psychotherapeutischen Betreuung gibt es noch weitere Bereiche, in denen Psychologinnen und Psychologen mit Bezug auf die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine unterstützend wirken können: Einerseits bei der Beratung und beim Coaching von Helfenden, die Flüchtlinge betreuen oder privat beherbergen. Andererseits besteht auch Bedarf bei der Supervision und bei der Unterstützung von Fachpersonen, die Hilfe leisten. Für alle Bereiche haben sich Fachkräfte gemeldet. Derzeit werden Gespräche mit verschiedenen bestehenden Institutionen wie kantonalen Stellen und Hilfswerken geführt, um auch in den Bereichen Coaching und Beratung von Helfenden und Supervision von Fachkräften die Unterstützungsangebote möglichst gut und effizient zu vermitteln. So ist beispielsweise geplant, einen Peer-to-Peer-Support für geflüchtete Psychologinnen und Psychologen aus der Ukraine aufzubauen. Schliesslich bietet die FSP auch finanzielle Unterstützung für Projekte aus den Gliedverbänden sowie für in Anspruch genommene Dolmetscherdienste.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der FSP. Dort sind auch die entsprechenden Formulare aufgeschaltet, wo einzelne Fachpersonen sich melden und Unterstützungsprojekte angemeldet werden können.

Kontakt: Medienstelle FSP, 031 388 88 48, media [at] fsp.psychologie.ch

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