Medienmitteilung zum Anordnungsmodell: Teillösung für einen provisorischen Tarif ab 1. Juli gefunden

Die Verbände der Psychologinnen und Psychologen (Psy-Verbände), H+ Die Spitäler der Schweiz, curafutura und die Einkaufsgemeinschaft HSK haben eine Tarifvereinbarung über die von der Grund-versicherung vergütete, psychologische Psychotherapie getroffen.

Um die Versorgungssituation von Psychotherapieleistungen zu verbessern und Betroffenen den Zugang zur Behandlung zu erleichtern, hat der Bundesrat beschlossen, dass die psychologische Psychotherapie ab dem 1. Juli 2022 von der Grundversicherung übernommen wird, sofern sie ärztlich angeordnet ist und bestimmte Bedingungen erfüllt sind. 

Die Psy-Verbände und H+ haben mit curafutura und der Einkaufsgemeinschaft HSK intensive Verhandlungen geführt, um das neue Modell (Anordnungsmodell) einzuführen. Dies mit dem Ziel, eine Einigung über eine angemessene Tarifstruktur und einen angemessenen Tarif zu erzielen. Die Vertragsparteien bedauern, dass keine branchenweite Lösung erzielt werden konnte, und würden es sehr begrüssen, wenn sich die übrigen Krankenversicherer der jetzt vorliegenden Übergangslösung anschliessen. Der Tarif wurde auf 154.80 CHF pro Stunde festgelegt und gilt längstens bis zum 31.12.2024. Die Befristung begründet sich in der vorhandenen Datenlage in der Einführungsphase und wird es den Leistungserbringern erlauben, weitere Kosten- und Leistungsdaten zu erheben. Gleichzeitig sichert die Übergangslösung die geordnete Einführung des Anordnungsmodells auf den 1. Juli 2022. 

Versorgungssicherheit garantieren

Das derzeitige System erlaubt es psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten nicht, ihre Leistungen über die Grundversicherung abzurechnen, es sei denn, sie sind in einer psychiatrischen Praxis oder Klinik angestellt und dort in Delegation tätig. Der bisherige Delegationstarif basiert auf TARMED und damit auf einer veralteten Tarifstruktur. Er bezieht sich auf eine Tätigkeit als Angestellte in einer psychiatrischen Praxis oder Klinik. Dies wird sich in Zukunft durch das Anordnungsmodell ändern. Dadurch soll der Beruf der psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten attraktiver werden und somit die Versorgungssicherheit langfristig gesichert werden.  

 

Die Verbände der Psychologinnen und Psychologen (Psy-Verbände) sind die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP, die Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) und die Schweizerischer Berufsverband für angewandte Psychologie (SBAP)

H+ Die Schweizer Spitäler ist der nationale Spitzenverband der öffentlichen und privaten Schweizer Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen. 

Die Einkaufsgemeinschaft HSK ist eine eigenständige Aktiengesellschaft und führt für Helsana, Sanitas und KPT den Einkauf medizinischer Leistungen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) durch. Sie vertritt rund 2 Millionen Grundversicherte, was 26 Prozent des Marktes entspricht. Die Einkaufsgemeinschaft HSK nimmt die Interessen ihrer Versicherten wahr und verhandelt Preise und Leistungen in allen Bereichen des Gesundheitswesens, sei es im ambulanten oder stationären Bereich, der Pflege sowie der Paramedizin. Die beteiligten Versicherer stehen für Wettbewerb und hohe Behandlungsqualität im Gesundheitswesen ein.

curafutura ist der Verband der innovativen Krankenversicherer: CSS, Helsana, Sanitas und KPT. curafutura setzt sich für ein solidarisch gestaltetes und wettbewerblich organisiertes Gesundheitssystem ein.  

 

FSP, Medienstelle
Tel. 031 388 88 48
media [at] fsp.psychologie.ch
H+, Medienstelle
Tel. 031 335 11 63
medien [at] hplus.ch
Einkaufsgemeinschaft HSK, Kommunikation
Verena Haas
Tel. 058 340 69 88
mail [at] ecc-hsk.info
curafutura, Kommunikation
Simone Hinnen
Tel. 076 373 79 74
simone.hinnen [at] curafutura.ch
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Kommentare

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Urs-Ueli Schorno

Urs-Ueli Schorno

14/06/2022
Claire Russo

Chère Madame,

Merci pour votre message.

L’accord conclu avec la communauté d’achat HSK est effectivement une étape. Comme nous l’expliquons dans notre dossier de presse, nous espérons que cet accord motive les cantons et la Confédération à fixer une solution tarifaire basée sur cette proposition pour toute la Suisse. C’est tout l’enjeu des jours et semaines à venir.

Le modèle de prescription n’est certes pas parfait, mais c’est déjà un progrès. Il permet un accès aux soins à toutes et tous grâce au remboursement par l’assurance de base. Il est vrai qu’après 30 séances, le dossier doit être réexaminé par les prestataires de soin et par un ou une psychiatre. Si les conditions sont remplies, la psychothérapie peut alors se poursuivre.

Soyez assurée que nous continuons de nous engager sans relâche pour notre profession et pour les patientes et les patients atteints de troubles psychiques.

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