10.07.2017 / aktualisiert am: 12.07.2017

Europäischer Austausch

EFPA Presidents’ Council Meeting, Zürich

Sechs Monate lang war die Schweiz im Fokus europäischer Psychologinnen und Psychologen. Was bleibt sind Erinnerungen, eine Website und zahlreiche Projektideen.

Das «European Semester of Psychology» war im ersten Halbjahr 2017 zu Gast in der Schweiz. Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP war Gastgeberin dieser Plattform für den europäischen Austausch über die Psychologie in Ausbildung, Forschung und Praxis.

Zu Gast in Genf, Zürich, Bern und Luzern

Das «Board of Scientific Affairs» und das «Standing Committee on Psychology & Health» hielten im Februar ihre ordentlichen Sitzungen in Zürich ab. In Genf, dem zweiten Hauptsitz der vereinten Nationen, traf sich im März das «Board Psychology and Human Rights» mit interessierten FSP-Mitgliedern. Gemeinsam besuchten sie die Internationale Organisation für Migration (IOM) und informierten sich über zwei Projekte: über das «Quality Rights Project» der Abteilung Psychische Gesundheit und Suchtmittelmissbrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und über den «Voluntary Fund for Victims of Torture» am UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte. Zur Diskussion standen auch allfällige Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem EFPA-Gremium und den besuchten Organisationen.

Ein «EFPA Standing Committee» hatte zusammen mit der FSP im Mai zum Symposium «Crisis and Disaster Psychology – Lessons Learnt from European Countries» in Bern geladen. Die 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 14 FSP-Mitglieder, tauschten sich über ihre Erfahrungen in der psychologischen Betreuung von Menschen in Notfall- und Krisensituationen aus. Auf grosses Interesse stiess unter anderem der präsentierte schweizerische Ansatz der koordinierten psychologischen Nothilfe.

Zum Abschluss trafen sich die EFPA-Führungsorgane im Mai in Zürich. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EFPA Executive Councils und des EFPA Presidents’ Councils erfreuten sich im Anschluss auf einer von Peter Sonderegger, Co-Präsident der FSP, angeführten Tour in die Innerschweiz.

european-semester.ch

Die englischsprachige Website www.european-semester.ch diente als zentrale Kommunikationsplattform für das «European Semester of Psychology». Auf dieser Plattform veröffentlichte die FSP auch zehn Portraits von Psychologinnen und Psychologen. Diese stammen aus dem Buch «Vielfältige Psychologie. 30 Berufe - 30 Portraits.», welches anlässlich des 30-jährigen Bestehens der FSP im Herbst im Hogrefe Verlag erscheinen wird. Die FSP trägt damit dazu bei, die Berufsbilder und Kompetenzen von Psychologinnen und Psychologen bei den verschiedenen Stakeholdern bekannter zu machen und stärkt so die Berufsgruppe.

Von Bern nach Prag

Der Stab geht nun an die tschechischen Kolleginnen und Kollegen über. Das zweite Halbjahr steht unter dem Titel «On the Borders of Psychology and Beyond». Im Zentrum steht das World Psychological Forum vom 20. Bis 22. September in Brno.