07.12.2017

Änderungen bei der Abrechnung der delegierten Psychotherapie

Im Oktober 2017 beschloss der Bundesrat, den ambulanten Ärztetarif TARMED per 1. Januar 2018 anzupassen. Diese Anpassungen betreffen auch die Abrechnung der delegierten Psychotherapie. Die FSP hat die wichtigsten Änderungen in einem Factsheet zusammengefasst.

Die für delegiert arbeitende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten relevanten Änderungen betreffen vor allem die Leistungen in Abwesenheit des Patienten (LAP). Diese werden differenziert, so dass es neu für jede LAP eine dem Anwendungsbereich entsprechende eigene Tarifposition gibt. Zudem werden die LAP neu auf 240 Minuten pro sechs Monate beschränkt. Ebenfalls mengenmässig beschränkt wird die telefonische Konsultation. Alles weitere finden Sie im Factsheet «Änderungen bei der Abrechnung der delegierten Psychotherapie».

Die Anpassungen erfolgen im Rahmen des Bundesratsbeschlusses zur Anpassung des TARMED per 1. Januar 2018. Der Bundesrat hält in seiner Mitteilung fest, dass der Eingriff nötig geworden sei, weil sich die Tarifpartner bislang nicht auf eine Gesamtrevision einigen konnten.  Er betont, dass die Anpassungen eine Übergangslösung seien und es nach wie vor Aufgabe der Tarifpartner sei, gemeinsam die gesamte Tarifstruktur zu revidieren.

Die FSP verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und arbeitet gleichzeitig weiterhin auf die Ablösung des Delegations- durch das Anordnungsmodell hin.

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