03.05.2018

Nachtruhe unter Druck

Der Schlaf entzieht sich heute dem Tag-Nacht-Rhythmus. Für die Gesundheit bleibt er essenziell.

"Schlaf ist eine kriminelle Zeitverschwendung und ein Überbleibsel aus unserer Zeit als Höhlenmenschen." Diese Aussage könnte von einem Manager stammen, der sich damit brüsten will, mit wie wenig Schlaf er auskomme. Das Zitat stammt vom US-amerikanischen Erfinder und Industriekapitän Thomas Edison, der 1879 die erste elektrische Glühbirne entwickelte und auf den Markt brachte.

Das elektrische Licht machte die Nacht zum Tag. Die Menschen konnten sich fortan dem durch Sonne und Mond vorgegebenen Rhythmus von Licht und Dunkelheit entziehen. Sie hätten die gewonnene Zeit mit Mussestunden und Gesprächen am Kaminfeuer geniessen können. Doch es kam anders. Mit der Erfindung der Glühbirne machte der umtriebige Edison die Nacht- und damit auch die Schichtarbeit möglich. Der Schlaf wurde kontinuierlich zurückgedrängt und gilt heute bestenfalls als "Power-Napping", oft aber als unproduktives Nichts­tun. War es früher die Glühbirne, die dem Müssiggang den Garaus machte, so bedrängen heute Smartphones und Tablets unseren Schlaf und gefährden damit unsere Gesundheit.

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in der kommenden Psychoscope-Ausgabe. Sie wird am Montag, den 7. Mai auf www.psychologie.ch aufgeschaltet und im Laufe der Woche bei den Leserinnen und Lesern eintreffen.