11.06.2018 / aktualisiert am: 12.06.2018

Anordnungsmodell wird im Nationalrat diskutiert

Die Walliser Nationalrätin Géraldine Marchand-Balet (CVP) reichte am vergangenen Montag im Nationalrat eine Interpellation unter dem Titel "Anordnungsmodell für Psychologen" ein.

Marchand nimmt in ihrer Interpellation Bezug auf die Inkraftsetzung des Psychologieberufegesetzes 2013, die auch Ausdruck des Willens gewesen sei, das Anordnungsmodell für psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten einzuführen. Nun aber sei, nach fünf Jahren Arbeit, das Projekt sistiert worden, was ihr unlogisch erscheine. Marchand möchte vom Bundesrat wissen, mit welchen Argumenten er zu diesem Sistierungsentscheid gekommen sei. Sie betont explizit, dass es nicht genüge, auf den schlechten Zeitpunkt hinzuweisen - schliesslich stiegen die Gesundheitskosten seit Jahren kontinuierlich an. Die Kostensteigerung könnten also nicht als eine neue Gegebenheit angesehen werden. Es genüge auch nicht, darauf hinzuweisen, dass es politisch nicht opportun sei, die Liste der Leistungserbringer in der Grundversicherung anzupassen. Denn schliesslich gehe es bei dieser Frage nicht nur um Politik, sondern um die Qualität der Versorgung.

Bundesrat muss antworten

Zweck einer Interpellation ist es, vom Bundesrat Auskunft zu einem bestimmten Thema zu erhalten. Normalerweise erfolgt die Antwort des Bundesrats in der folgenden Session, worauf im Parlament auch eine Diskussion zum Thema entstehen kann. Das letzte Mal war das Anordnungsmodell Thema im Parlament, als die Antwort des Bundesrats auf eine entsprechende Interpellation von Ständerat Joachim Eder (FDP) diskutiert wurde. Die Diskussion fand im Juni 2016 im Ständerat statt: www.parlament.ch.

Es bleibt abzuwarten, welche Antwort der Bundesrat diesmal liefert.

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