28.09.2018

FSP befürwortet die unbürokratische Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister

Der Bundesrat will die Situation von Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante verbessern. Künftig sollen Betroffene mit einer Erklärung gegenüber dem Zivilstandsamt ihr Geschlecht und ihren Vornamen unbürokratisch ändern können. Die FSP begrüsst die vorgeschlagene Änderung des Zivilgesetzbuches.

Heute muss jedes Kind nach der Geburt innert drei Tagen mit seinen Familien- und Vornamen, seiner Abstammung und seinem Geschlecht beim Zivilstandsamt angemeldet werden - auch dann, wenn das medizinische Fachpersonal das Geschlecht des Neugeborenen nicht bestimmen kann. Ebenso müssen Transmenschen, deren Geschlechtsidentität sich von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht unterscheidet, mangels klarer gesetzlicher Regelungen grosse Hürden überwinden, um das eingetragene Geschlecht im Personenstandsregister ändern zu lassen. Mit der vorgeschlagenen Anpassung des Zivilgesetzbuches verbessert sich diese Situation. Die FSP begrüsst diesen Schritt.

Die Stellungnahme der FSP zur Vorlage basiert auf der Einschätzung von Transgender Network Switzerland (TGNS), der Schweizer Organisation von und für Transmenschen und ihr Umfeld. TGNS betont, dass die aktuelle Vorlage zwar eine Verbesserung bringt, dass jedoch der diskriminierungsfreie Zugang in vielen anderen Bereichen wie Gesundheit, Arbeit, Bildung und Migration nicht gewährleistet ist. Hier besteht zukünftig Handlungsbedarf.