04.10.2018 / aktualisiert am: 11.10.2018

Praxisbeispiel: Selbsthilfe für Suizid-Hinterbliebene

Im Jahr 2014 starben in der Schweiz 754 Männer und 275 Frauen durch nicht-assistierten Suizid. Das sind zwei bis drei Suizide pro Tag. Zurück bleiben Angehörige und Freunde mit viel Leid und offenen Fragen. Seit 2015 agiert die Basler Selbsthilfegruppe Suizid-Hinterbliebene unter dem Dach des Zentrums für Selbsthilfe, der Fachstelle für Selbsthilfe der Region Basel.

Die Selbsthilfegruppe für Suizid-Hinterbliebene in Basel ist ein Ort, wo sich Betroffene austauschen und gegenseitig unterstützen können. Selbsthilfegruppen stellen eine wichtige Ergänzung zu den Angeboten der Psychiatrie, der Psychologie, der Sozialarbeit und der Seelsorge dar.

Mit dem Projekt "Suizid - wie weiter?" hat die Selbsthilfegruppe Basel nun eine Website und eine begleitende Broschüre realisiert und macht so Erfahrung und Wissen für Betroffene, Fachleute und weitere Interessierte zugänglich.

Im Auftrag der eidgenössischen Räte haben Bund und Kantone zusammen mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und vielen weiteren Akteuren des Gesundheitswesens und anderer Gesellschaftsbereiche den "Aktionsplan Suizidprävention" erarbeitet. Suizidprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Aktionsplan bietet den Akteuren einen gemeinsamen Orientierungs- und Handlungsrahmen.

Ziel Nummer 7 des Aktionsplans will, dass Hinterbliebenen und Berufsgruppen, die nach Suiziden stark involviert sind, Unterstützungsangebote bei der Bewältigung zur Verfügung stehen. Das Angebot der Basler Selbsthilfegruppe "Suizid - wie weiter?" trägt zu diesem Ziel bei.

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