05.12.2018 / aktualisiert am: 07.12.2018

Erfolgreiche Fachtagung in Bern

Die über 160 Teilnehmenden der FSP-Fachtagung 2018 erhielten am 29. November 2018 einen Einblick in den Beitrag der Psychologie zur gegenseitigen Beeinflussung von Arbeit und Gesundheit.

Arbeit ist ein zentraler Lebensbestandteil. Schon rein durch ihre zeitliche Dominanz übt sie starken Einfluss auf unsere Gesundheit aus, sowohl physisch als auch psychisch. Umgekehrt beeinflusst die Gesundheit unsere Leistungsfähigkeit. Die über 160 Teilnehmenden der FSP-Fachtagung 2018 erhielten am 29. November 2018 einen Einblick in den Beitrag der Psychologie zur gegenseitigen Beeinflussung von Arbeit und Gesundheit.

Und dieser Beitrag scheint nicht unwesentlich: «Sie gehören zu den Stützen der Gesellschaft», wusste zur Eröffnung Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, welcher für eine Vernetzung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen plädierte. Eine gesellschaftliche Stütze sein – die Arbeit von Psychologinnen und Psychologen scheint Sinn zu machen. Inwiefern in und durch Arbeit Sinn generiert werden kann – damit befasste sich in der Folge Theo Wehner, emeritierter Professor der ETH.

Gesund arbeiten

Die Gesundheit im beruflichen Umfeld ist ein eigenständiger Schwerpunkt in der Gesundheitsförderung des Kantons Genf, welcher Homa Attar Cohen  den Anwesenden vorstellte. Esther Hartmann zeigte in der Folge auf, wie in Genf die Psychologinnen und Psychologen einen Beitrag zur Umsetzung dieser kantonalen Strategie beitragen können. Bereits umgesetzt ist das Programm von Compasso zur beruflichen Eingliederung seitens der Arbeitgeber. Martin Kaiser zeigte auf, wie mit konkreten Hilfsmitteln Arbeitgebende ihren Beitrag leisten können.

Mit Nadia Droz und Andi Zemp stand noch das Thema Burnout auf dem Tagungsprogramm, und auch, wie der Mensch mit einer entsprechenden Lebenseinstellung Krisen als Chance für Entwicklungen nützen können. Michael Doerk stellte vor dem Mittag noch ein handfestes Tool vor, um persönliche Ressourcen zu managen.

Über den Tellerrand

Nach den Parallel Sessions schloss am Nachmittag das berufspolitische Podium die Fachtagung ab. Im Zentrum stand die Vernetzung – zwischen der Psychologie und den Arbeitgebenden, und zwischen der Psychologie und der Politik. Natürlich kam auch die Forderung nach dem Anordnungsmodell für die Psychotherapie zur Sprache. Ständerat Pirmin Bischof: «Das Anliegen der Psychologen kenne ich sehr gut.» Die Psychologen seien jedoch mit ihren Forderungen nicht alleine, hätten aber den Nachteil, «dass es die Ärzte seit über 5000 Jahren gibt». Da seien grosse Vorurteile abzubauen. Martin Kaiser, Vertreter des Arbeitgeberverbandes, kennt die Petition aus dem privaten Umfeld: «Ich habe eine Tochter, die studiert Psychologie.» Ihr Lobbying funktioniere. Sie hätte ihm die Petition geschickt, mit der klaren Aufforderung: «Das musst du jetzt unterschreiben.»

Die nächste Fachtagung findet am Donnerstag, 19. September 2019 im Haus des Sports in Ittigen (BE) statt. Der aktuelle Arbeitstitel: Lustvoll Altern.