Neuropsychologie: Tarifstrukturvertrag beim Bundesrat eingereicht

Berufspolitik
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Die Schweizerische Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen (SVNP) hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem Tarif für die Abgeltung diagnostischer Leistungen der Neuropsychologie durch die Grundversicherung erreicht. Gemeinsam mit den Krankenkassenverbänden santésuisse und curafutura sowie dem Spitalverband H+ hat sie dem Bundesrat Ende Juni den Tarifvertrag zur Genehmigung eingereicht.

Seit 2017 sind ambulante diagnostische Leistungen der Neuropsychologie, Pflichtleistung der Grundversicherung. Diese werden jedoch in keiner ambulanten Tarifstruktur abgebildet. Deshalb haben sich die Tarifpartner an einen Tisch gesetzt und für die ambulanten diagnostischen Leistungen der Neuropsychologie eine neue Tarifstruktur erstellt.

Die Anzahl Taxpunkte dieser neuen Tarifstruktur wurde mit aktuellen Kostendaten der Leistungserbringer berechnet. Zudem hat die SVNP für die Ermittlung der Löhne eine Erhebung der tatsächlichen Lohnkosten durchgeführt: mehr als 75 Prozent der angestellten Neuropsychologinnen und -psychologen haben sich daran beteiligt. Dieses Vorgehen führte zur einer sehr zuverlässigen Datenbasis als Grundlage der erfolgreichen Tarifverhandlungen. Dabei konnte die SVNP auch auf die Unterstützung der FSP zählen. Andreas Monsch, Präsident der SVNP: «Ohne die finanzielle und fachliche Unterstützung der FSP wäre dieser Prozess für die SVNP nicht zu stemmen gewesen.»

Nun liegt der Ball beim Bundesrat, den Tarifstrukturvertrag zu genehmigen, damit dieser am 1. Januar 2021 in Kraft treten kann.

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