Geschichte des PsyG

Die Genesis eines Gesetzes ist ein oftmals langwieriger Prozess, der verschiedene obligatorische Stufen durchlaufen und oft unvorhersehbare Klippen umschiffen muss. Auch die Einführung des PsyG dauerte von der ersten Forderung nach einer Regelung bis zur schliesslichen Inkraftsetzung des Gesetzes über 20 Jahre.  

Bereits 1991 ersuchte die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) den Bundesrat um die Regelung der nichtärztlichen Psychotherapie im Rahmen der Neuregelung der Aus- und Weiterbildung sowie der Berufsausübung der Medizinalberufe.  

Eigene Regelung für Psychologieberufe

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) entschied aufgrund verschiedener Rückmeldungen, ein eigenes Gesetz für die nichtärztliche bzw. psychologische Psychotherapie zu erarbeiten.  

Forderungen nach Titelschutz

Im Jahr 2000 forderten zwei parlamentarische Motionen neben der gesetzlichen Regelung der psychologischen Psychotherapie auch einen allgemeinen Titelschutz für Psychologinnen und Psychologen. Dadurch sollten Schweizer Psychologinnen und Psychologen im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens mit der EU vor einer Benachteiligung geschützt werden. Der Titelschutz sollte aber auch bewirken, dass Patientinnen und Patienten zwischen qualifizierten und unqualifizierten psychologischen Angeboten unterscheiden können.  

Vernehmlassung und Verabschiedung

Der Prozess der Vernehmlassung nahm einige Jahre in Anspruch. Im Jahr 2011 stimmten National- und Ständerat dem PsyG zu und ermöglichten so die Implementierung des Gesetzes. Nach Erarbeitung der Verordnung zum PsyG wurden PsyG und Verordnung schliesslich am 1. April 2013 in Kraft gesetzt.  

Rolle der FSP

Die FSP hat sich in verschiedenen Phasen für das Projekt eingesetzt. Sie nahm beispielsweise Stellung in Vernehmlassungsverfahren und Anhörung, wurde von den Kommissionen zu Hearings eingeladen. Daneben stand sie Politikerinnen und Entscheidungsträgern zur Verfügung für fachliche Auskünfte.