Praxisbewilligung und weitere kantonale Aufgaben

Den Kantonen kommt auch nach Inkrafttreten des Psychologieberufegesetzes (PsyG) eine wichtige Stellung zu. So erteilen sie die erforderlichen Bewilligungen für verschiedene psychologische Tätigkeiten, nehmen die Aufsicht wahr über die Gesundheitsberufe und sind zuständig für die Entbindung vom Berufsgeheimnis. 

Die Praxisbewilligung liegt nach wie vor in der Kompetenz der Kantone. Zu beachten ist, dass die selbständige psychotherapeutische Tätigkeit aufgrund des Psychologieberufegesetzes (PsyG) in allen Kantonen bewilligungspflichtig ist. Die Anforderungen, die dafür in sämtlichen Kantonen erfüllt sein müssen, finden Sie im Merkblatt Praxisbewilligung.  

Die Kantone sind aber frei, auch für andere psychologische Tätigkeiten (z.B. für Neuropsychologie oder eine psychologische Praxis) Bewilligungen vorzusehen.

In der Liste "Kontaktstellen für die Erteilung von Praxisbewilligungen" finden Sie die Kontaktdaten, um ein entsprechendes Gesuch einzureichen bzw. sich nach den kantonalen Voraussetzungen zu erkundigen.

Aufsicht über die Gesundheitsberufe

Die Aufsicht über die Gesundheitsberufe liegt in der Kompetenz der Kantone. Zweifelt man beispielsweise die therapeutischen Methoden einer Psychotherapeutin an oder empfindet den Internetauftritt eines Verkehrspsychologen als täuschend, so kann der Kanton informiert oder gar eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht werden.  

Aufhebung des Berufsgeheimnisses

Es gibt Fälle, in welchen eine Psychologin, ein Psychologe dem Berufsgehemins unterliegt, dieses aber verletzen muss, um die Patientin, den Patienten vor sich selber zu schützen oder um eine Behörde zu informieren. In solchen Konstellationen entscheidet die zuständige kantonale Stelle über die Aufhebung des Berufsgeheimnisses. In vielen Fällen ist der Kantonsarzt, die Kantonsärztin dazu berechtigt.  

Sie finden hier die Liste der zuständigen Stellen für die Entbindung vom Berufsgeheimnis.