Psychologie am Mittag: Sohn meines Vaters

Die dritte Veranstaltung von «Psychologie am Mittag» fand am 28. März 2019 im Kino KOSMOS in Zürich statt. Im Anschluss an die Vorführung des Films «Sohn meines Vaters» von Jeshua Dreyfus diskutierten Expertinnen und Experten sowie der Regisseur selbst zum Thema «Gewalt in der Familie».

Der Film «Sohn meines Vaters» beginnt mit der Feier zum 60. Geburtstag von Karl, an der Simon seinen Eltern seine neue Partnerin vorstellt. In der Folge lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer eine Familie kennen, die besten Stoff liefert, um eine Diskussion zum Thema «Gewalt in der Familie» zu inspirieren. Die Podiumsgäste, Irina Kammerer (Psychotherapeutin, Psychotherapeutisches Zentrum der Universität Zürich), Edwin Camenisch (Rechtspsychologe, Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich), Matthias Herren (Theologe, Die Dargebotene Hand) und der Regisseur selbst diskutierten facettenreich über den manipulativen Vater Karl, den Sohn Simon und die Fragen, was Kinder brauchen, um sich trotz familiärer Risikofaktoren gesund zu entwickeln.

Die Diskussion zeigte auf, wie wichtig niederschwellige Angebote sind, wenn es darum geht, das Schweigen über Tabuthemen wie Gewalt zu brechen. Mit Blick auf die Täterseite und die psychotherapeutische Behandlung von Menschen im Strafvollzug wird klar, dass Gewalterfahrungen – sowohl physische als auch psychische – ein Faktor für die Entstehung von Gewalttaten sein können.

Psychologie am Mittag ist eine Veranstaltungsreihe der FSP. In Zusammenarbeit mit den FSP-Gliedverbänden wird Psychologie vorgestellt, ihre gesellschaftliche Relevanz aufgezeigt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Spezialvorführung zum Film "Sohn meines Vaters" konnte in Kooperation zwischen der FSP, dem Kantonalverband Züricher PsychologInnen (ZüPP) sowie dem Filmverleih Vinca Film und dem Kino KOSMOS realisiert werden.