Wer bezahlt was?

Die Psychotherapie wird noch nicht von der Grundversicherung übernommen. Deshalb muss die Kostenfrage mit der behandelnden Psychologin oder dem behandelnden Psychologen sowie der Grund- oder Zusatzversicherung möglichst rasch geklärt werden.

Fragen Sie Ihre Psychologin/Ihren Psychologen gleich zu Beginn, allenfalls bereits beim telefonischen Erstkontakt, nach den Kosten der gewünschten Dienstleistung. Die Krankenkasse übernimmt nur die Kosten von Psychotherapien, die unter Aufsicht einer einer Ärztin/eines Arztes durchgeführt werden (sog. «delegierte Psychotherapie»). Das bedeutet, dass der/die psychologische Psychotherapeut(in) von einem Arzt/einer Ärztin angestellt sein muss.

Zusatzversicherungen von Krankenkassen hingegen decken einen gewissen Kostenanteil an Psychotherapien von frei praktizierenden Psychotherapeut(inn)en ab (vgl. Liste Psychotherapie: Was bezahlen Zusatzversicherungen?). Damit Sie Ihre Therapie über die Zusatzversicherung abrechnen können, muss die Therapeutin/der Therapeut auf der so genannten «santésuisse-Liste» aufgeführt sein. Klären Sie im Voraus mit der Therapeutin/dem Therapeuten ab, ob dies der Fall ist, und mit Ihrer Krankenkasse, welchen Anteil diese für welche Anzahl Stunden übernimmt. 

Psychologische Psychotherapie in die Grundversicherung

Die Aufnahme der psychologischen Psychotherapie in die Grundversicherung gehört zu den Zielen der FSP. Mit dem Inkrafttreten des Psychologieberufegesetzes per 1. April 2013 ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für das Erreichen des Ziels erfüllt, nämlich die gesetzliche Regelung der Psychologieberufe und insbesondere der psychologischen Psychotherapie.

Das Bundesamt für Gesundheit hat den Prozess hin zur Aufnahme ebenfalls im April 2013 definitiv lanciert, indem es die interessierten Kreise zu einem Hearing einlud. Dieses Verfahren ist zurzeit immer noch im Gange. Weitere Informationen zum Stand dieses Projekts finden Sie hier.