Psychologinnen und Psychologen begrüssen die Entscheide des Nationalrats

Berufspolitik
Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) begrüsst die Entscheide des Nationalrats zum ersten schweizerischen Psychologieberufegesetz (PsyG) vollumfänglich: Der Schutz von Patientinnen und Patienten sowie von Konsumentinnen und Konsumenten vor Täuschung und Irreführung bei der Inanspruchnahme psychologischer Leistungen ist überfällig. Die schweizweit gültigen Qualitätsnormen für die besonders sensiblen Psychologieberufe wie die Psychotherapie sind als wesentliche Fortschritte zu werten.

(9.3.2011/FSP) "Das Psychologieberufegesetz verbessert die Versorgung mit qualitativ hoch stehenden psychologischen Leistungen, gerade auch bei der Psychotherapie", erklärt Markus Hartmeier, Präsident der FSP. "Die heutigen Entscheide des Nationalrats sind Meilensteine zur Verbesserung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Als grösster Berufsverband sowohl der Psychologen wie auch der Psychotherapeuten in der Schweiz begrüsst die FSP die Entscheide des Nationalrats vollumfänglich, der damit dem Ständerat gefolgt ist."

Zwingendes Psychologiestudium für Psychotherapeuten
Das PsyG sieht schweizweit klare und einheitliche Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychologieberufe vor. Wie in den meisten europäischen Ländern üblich, sollen sich auch hierzulande nur noch solche Anbieter psychologischer Leistungen als Psychologin oder Psychologe bezeichnen dürfen, die einen anerkannten Hochschulabschluss in Psychologie auf Masterstufe besitzen. Insbesondere unsere Nachbarstaaten kennen einen vergleichbaren Titelschutz schon seit Jahren. Wesentliche Verbesserungen werden auch die hohen Qualitätsstandards für die Psychologieberufe in besonders sensiblen Bereichen wie der Psychotherapie bringen. So müssen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten künftig einen Master-Abschluss in Psychologie als Grundausbildung und eine psychotherapeutische Weiterbildung in einem eidgenössisch akkreditierten Studiengang vorweisen können, um eine kantonale Berufsausübungsbewilligung zu erhalten.

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