Psychosozialer Support von Geflüchteten für Geflüchtete

Berufspolitik
Verband
Paxion sucht Mitglieder, die sich im Verein engagieren und insbesondere bei der Ausbildung von Beraterinnen und Beratern mitwirken möchten.

In der Schweiz leiden 50 bis 60 Prozent der Asylsuchenden und Geflüchteten unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Das schlägt sich auch auf ihre soziale und berufliche Eingliederung nieder. Eine psychologische oder therapeutische Begleitung zu erhalten, ist allerdings oft kompliziert, nicht zuletzt, weil nur eine begrenzte Zahl von Therapieplätzen zur Verfügung steht und die Krankenversicherung die Kosten für Dolmetschleistungen nicht übernimmt.

Vor diesem Hintergrund beschloss eine Gruppe aus Geflüchteten und Fachleuten der psychischen Gesundheit, den Verein Paxion zu gründen. Sie möchte damit ein Modell umsetzen, das sich bereits in Deutschland bewährt hat (https://ipsocontext.org/de/). Das Konzept besteht darin, Menschen mit Migrationshintergrund in einer zwölfmonatigen Schulung zu psychosozialen Beraterinnen und Beratern auszubilden, damit sie Geflüchtete in deren Muttersprache begleiten können. Ziel eines zweiten Projektes ist es, Geflüchtete und Einheimische zusammenzubringen, so dass sie sich gemeinsam für die soziale und politische Partizipation engagieren können.

Der Vorstand des Vereins sucht Menschen, die sich als Vereinsmitglied in dieser Sache durch aktive Mitarbeit oder finanzielle Unterstützung engagieren möchten. Auch Fachleute der psychischen Gesundheit sind gefragt, um die künftigen Beraterinnen und Berater mit Migrationshintergrund auszubilden.

Paxion hält am Samstag, 4. Mai, in Bern eine Präsentationsveranstaltung ab in Anwesenheit der Initiatorinnen und Initiatoren des Projekts. Am Nachmittag können interessierte Therapeutinnen und Therapeuten an einem Fachseminar zum Beratungsansatz von Ipso teilnehmen (Anmeldung erforderlich).

Weitere Informationen und Anmeldung zur Lancierung: www.paxion.ch