Support für das Anordnungsmodell

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Psychotherapie
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Nachdem sich bereits die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) für den Systemwechsel in der ambulanten psychologischen Psychotherapie ausgesprochen hat, zieht nun die ständerätliche Schwesterkommission (SGK-S) nach. Auch sie befürwortet die Einführung des Anordnungsmodells.

Die FSP begrüsst diese Unterstützung aus dem Ständerat sehr. Allerdings ist nicht nachvollziehbar, warum die SGK-S die Anordnungsbefugnis auf Hausärztinnen und Hausärzte «mit entsprechender Weiterbildung» beschränken will. Mit einer solchen Einschränkung würde erneut ein Flaschenhals geschaffen, der den Zugang zu Psychotherapie erschwert. Das Ziel des Bundesrats, den Zugang zu ambulanter Psychotherapie zu erleichtern, kann so nicht erreicht werden, denn es gibt zu wenige Ärztinnen und Ärzte mit der entsprechenden Weiterbildung. Die FSP erachtet es deshalb als unabdingbar, dass die Anordnungsbefugnis breit gefasst ist, wie im bundesrätlichen Entwurf vorgesehen. Die von der SGK-S geforderte Weiterbildung ist auch gar nicht nötig. Haus- wie auch Kinderärztinnen und -ärzte sind sehr gut in der Lage zu erkennen, ob der Patient oder die Patientin eine psychotherapeutische Behandlung benötigt. Sie stellen dies bereits heute täglich unter Beweis. 

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